Hallo,
auch ich habe mir, als ich mit dem Führerschein fertig war, ein Auto gekauft. Dabei ist ziemlich viel zu beachten, damit es kein Trauerspiel wird!
a)
Generell musst du dir sicher sein, dass du das Auto ohne Probleme unterhalten kannst, d.h, du musst dir über die Kosten einen Überblick verschaffen:
-Anschaffungspreis
-Versicherungspreise
-Steuern
-Benzin
-Eventuelle Reparaturkosten
Du solltest schon mindestens 250€ pro Monat "locker machen können", ansonsten hat es kaum einen Sinn. Natürlich solltest du auch vereinbaren können, dass das Auto dich nicht auffrisst, weil du dafür sehr viel arbeiten musst, falls es mal eng werden sollte. Stelle dir am besten eine Liste zusammen, in der du Einnahmen und Ausgaben auflistest und berechne, ob es reicht.
b)
Plane sehr viel Zeit ein, um dein Auto auszusuchen!
Überlege dir gemeinsam mit deiner Familie/Freunden, wozu du das Auto brauchst und suche dir dann eine entsprechende Wagenklasse aus. Es macht wenig Sinn, sich auf ein bestimmtes Modell oder gar eine bestimmte Ausstattungslinie bzw. einen bestimmten Motor festzulegen. Ich würde generell auch nur vom Händler kaufen, denn die sind gesetzlich verpflichtet, dir eine mindestens einjährige Garantie einzuräumen, teilweise geben sie dir freiwillig sogar 2 Jahre. Autos von guten Freunden/Verwandten sind natürlich eine Ausnahme. Spare hier nicht am falschen Ende und falle nicht auf angebliche (egal ob von Privat oder vom "Hinterhofhändler") Superangebote herein. Wenn du einen interessanten Wagen gefunden hast, gehe zum Händler, vereinbare eine Probefahrt. Ohne Probefahrt läuft gar nichts! Fahre mindestens eine halbe Stunde, stelle das Radio ab (probieren darfst du es natürlich trotzdem mal)! Höre auf eventuelle Geräusche des Wagens, probiere alle Gänge, die Pedale müssen sich "normal" betätigen lassen, es sollte nichts klemmen. Nach Möglichkeit testest du alle Funktionen des Wagens, Nebelscheinwerfer, Nebelschlussleuchte, Abblend- und Fernlicht, Blinker, Warnblinker, el. Fh., Klimaanlage - einfach alles! Dabei hat der Verkäufer Sendepause! Schaue auch mal unter die Motorhaube und achte auf eventuell auftretenden Rost an Motorbauteilen, verölte stellen, kontrolliere Flüssigkeiten. Gehe den Innenraum des Fahrzeuges auf Schadhafte stellen durch. Prüfe außen, ob Beulen oder Lackkratzer vorhanden sind (Dazu die Probefahrt an einem trockenen Tag vereinbaren, ansonsten siehst du gar nichts), kontrolliere auch die Reifen und Bremsscheiben. Falls das Fahrzeug dir zusagt, zeige dich nicht allzu emotional beeinflusst, unterschreibe auf gar keinen Fall sofort den Kaufvertrag, schlaf noch einmal eine Nacht drüber, vergleiche nochmals! Schreibe dem Händler sachlich eine Liste mit Mängeln, die zu beheben sind und füge diese dem Kaufvertrag, wenn du dir nun sicher bist, zu. Der Preis darf sich dadurch natürlich nicht erhöhen (beachte trotzdem, dass es sich gerade bei älteren und preisgünstigen Fahrzeugen um Gebrauchtwagen handelt, du kannst also im niedrigeren Preissegment kein Perfektes Auto verlangen)! So kannst du auf Nummer sicher gehen, dass deine Beanstandungen auf Kosten des Händlers behoben sind und das Fahrzeug in gutem Zustand ausgeliefert wird. Bestehe auf jedenfall auf neuen TÜV und eine Endprüfung der Werkstatt!
Macht ein Händler einen suspekten Eindruck, solltest du gleich wieder vom Hof gehen, meist täuscht du dich dabei nicht.
c)
Sieh dich bei Autohäusern in deiner Umgebung um. Es gibt teilweise spezielle Angebote für Fahranfänger, ein bestimmtes Sicherheitsseminar zu besuchen um danach mit einer Prämie für die Autoversicherung einzusteigen. Äußerst sinnvoll und spart bares Geld!
Vergleiche verschiedene Autoversicherungen, lass dich dabei persönlich beraten und arbeite nicht ausschließlich mit dem Computer. Günstig muss auch hier nicht unbedingt am besten sein. Achte auf die Leistungen der Versicherung. Überlege dir, ob es eventuell sinnvoll wäre, eine Vollkask
