Re: Re: Re: Re: Das 3. Mal durchgefallen
Floh11
schrieb am Sonntag, 19. Februar 2006
Hallo,
es wurde schon vieles geschrieben, was sich mit meiner Meinung deckt, aber trotzdem moechte ich mich mal zu Wort melden:
Als allererstes finde ich es lobenswert, dass deine Tochter in ihrem Stress von ihrer Familie Halt bekommt. Das ist sehr wichtig, und deshalb denke ich werdet ihr sie wieder motivieren koennen.
Zu eurer Einstellung dem Pruefer gegenueber:
Ich finde es nicht richtig, ja sogar absolut falsch, wenn ein Pruefer ein Auge zudrueckt, nur weil es die - was weiss ich - wievielte Pruefung ist. Das heiss begehrte Kaertchen gibt es nur, wenn der Pruefer der Meinung ist:
okay, zu dem kann ich mich getrost ins Auto setzen, der baut keinen Unfall.
Ist er aber der Meinung, dass der Pruefling leicht in Schwierigkeiten kommt, wie eben deine Tochter, dann kann er es zu Gunsten des Prueflings, und zu Gunsten aller Verkehrsteilnehmer _nicht_ verantworten, dass der Pruefling von nun an allein fahren kann. Und letzten Endes bedeutet eine bestandene Fahrpruefung: von nun an kannst du allein ueben, und ein nichtbestandene: uebe noch etwas mit deinem FL.
Ich waere nach dem Geschilderten eher froh, dass sie das Kaertchen noch nicht hat. Und hey, 40 Stunden ist nicht gerade viel, da frag ich mich eher: warum hat sie nach 40 Stunden schon 3 Pruefungen hinter sich?
Ich selbst habe nach 27 Uebungsstunden (in 45 min gerechnet) plus 12 Sonderfahrstunen meine allererste Pruefungsfahrt gahabt, und natuerlich auch bestanden. Und ehrlich: ich bin froh dass ich meinen FL fuer ganze 39 Fahrstunden an meiner Seite hatte, da hat er mir einiges beibringen koennen. Und: ich habe meinen FL kein einziges Mal gefragt, wann er mich anmeldet, er hat mir von sich aus gesagt, dass ich soweit bin und hat mich nach Ruecksprache dann angemeldet.
Die Fahrschule dient doch nicht dazu, einen Sport zu betreiben: Wer braucht die wenigsten Fahrstunden fuer das Kaertchen?
Also die 3 Fahrpruefung nach nur 40 Fahrstunden ist heftig, das Misslingen wundert mich da nicht.
Mein Pruefer hat mir hinterher keine Fehler aufgelistet, er hat mir nur den gut und genauso ernst gemeinten Rat gegeben, dass ich in Zukunft noch vorausschauender fahren soll - welcher Pruefling beherrscht das schon wirklich?
Natuerlich hatte mir mein Fl hinterher auch gesagt, was ich falsch gemacht habe: ich haette besser an dem einen Fussgaengerueberweg gehalten (aber ich hab die Fussgaenger nicht wirklich behindert).
Nun zu dem Laster, der Verkehrshindernis war:
es ist eine ganz normale Situation. Wenn deine Tochter damit nicht umgehen kann ist es tatsaechlich noch zu frueh fuers alleine-fahren-duerfen. Ist schon moeglich, dass in den Fahrstunden ihr noch nie ein Laster im Weg stand (die kann der FL ja schlecht mal eben bestellen) - aber an einem Hindernis ist deine Tochter sicher schon mal vorbeigefahren. Sie hat dies vielleicht nicht so richtig registriert, weil sie in der Fahrstunde alles richtig gemacht hat, und der FL da nichts mehr kommentieren musste.
Ansonsten denke ich auch, dass der Erfolgsdruck dazu gefuehrt hat, dass deine Tochter den Kopf nicht frei genug hatte.
Und zu dem: wer zoegert hat verloren
Das glaube ich nicht. Was die Pruefer gern sehen ist eine umsichtige Fahrweise. Umsichtiges fahren heisst auch nicht zwangslaeufig zoegern. Bei unklaren Situationen ist es nie falsch den Fuss vom Gas zu nehmen. Wer allerdings durch unsichere Fahrweise (also haeufig zoegert, waehrend es fuer den Pruefer eine klare Sache war) der sollte noch ein bisschen mit seinem FL fahren, nicht als Strafe, sondern damit er durch seinen FL die Situationen besser einzuschaetzen lernt und sicherer faehrt.
Hoffe, dass ich das jetzt nicht alles umsonst gemeisselt habe.
Viele Gruesse,
Christiane
es wurde schon vieles geschrieben, was sich mit meiner Meinung deckt, aber trotzdem moechte ich mich mal zu Wort melden:
Als allererstes finde ich es lobenswert, dass deine Tochter in ihrem Stress von ihrer Familie Halt bekommt. Das ist sehr wichtig, und deshalb denke ich werdet ihr sie wieder motivieren koennen.
Zu eurer Einstellung dem Pruefer gegenueber:
Ich finde es nicht richtig, ja sogar absolut falsch, wenn ein Pruefer ein Auge zudrueckt, nur weil es die - was weiss ich - wievielte Pruefung ist. Das heiss begehrte Kaertchen gibt es nur, wenn der Pruefer der Meinung ist:
okay, zu dem kann ich mich getrost ins Auto setzen, der baut keinen Unfall.
Ist er aber der Meinung, dass der Pruefling leicht in Schwierigkeiten kommt, wie eben deine Tochter, dann kann er es zu Gunsten des Prueflings, und zu Gunsten aller Verkehrsteilnehmer _nicht_ verantworten, dass der Pruefling von nun an allein fahren kann. Und letzten Endes bedeutet eine bestandene Fahrpruefung: von nun an kannst du allein ueben, und ein nichtbestandene: uebe noch etwas mit deinem FL.
Ich waere nach dem Geschilderten eher froh, dass sie das Kaertchen noch nicht hat. Und hey, 40 Stunden ist nicht gerade viel, da frag ich mich eher: warum hat sie nach 40 Stunden schon 3 Pruefungen hinter sich?
Ich selbst habe nach 27 Uebungsstunden (in 45 min gerechnet) plus 12 Sonderfahrstunen meine allererste Pruefungsfahrt gahabt, und natuerlich auch bestanden. Und ehrlich: ich bin froh dass ich meinen FL fuer ganze 39 Fahrstunden an meiner Seite hatte, da hat er mir einiges beibringen koennen. Und: ich habe meinen FL kein einziges Mal gefragt, wann er mich anmeldet, er hat mir von sich aus gesagt, dass ich soweit bin und hat mich nach Ruecksprache dann angemeldet.
Die Fahrschule dient doch nicht dazu, einen Sport zu betreiben: Wer braucht die wenigsten Fahrstunden fuer das Kaertchen?
Also die 3 Fahrpruefung nach nur 40 Fahrstunden ist heftig, das Misslingen wundert mich da nicht.
Mein Pruefer hat mir hinterher keine Fehler aufgelistet, er hat mir nur den gut und genauso ernst gemeinten Rat gegeben, dass ich in Zukunft noch vorausschauender fahren soll - welcher Pruefling beherrscht das schon wirklich?
Natuerlich hatte mir mein Fl hinterher auch gesagt, was ich falsch gemacht habe: ich haette besser an dem einen Fussgaengerueberweg gehalten (aber ich hab die Fussgaenger nicht wirklich behindert).
Nun zu dem Laster, der Verkehrshindernis war:
es ist eine ganz normale Situation. Wenn deine Tochter damit nicht umgehen kann ist es tatsaechlich noch zu frueh fuers alleine-fahren-duerfen. Ist schon moeglich, dass in den Fahrstunden ihr noch nie ein Laster im Weg stand (die kann der FL ja schlecht mal eben bestellen) - aber an einem Hindernis ist deine Tochter sicher schon mal vorbeigefahren. Sie hat dies vielleicht nicht so richtig registriert, weil sie in der Fahrstunde alles richtig gemacht hat, und der FL da nichts mehr kommentieren musste.
Ansonsten denke ich auch, dass der Erfolgsdruck dazu gefuehrt hat, dass deine Tochter den Kopf nicht frei genug hatte.
Und zu dem: wer zoegert hat verloren
Das glaube ich nicht. Was die Pruefer gern sehen ist eine umsichtige Fahrweise. Umsichtiges fahren heisst auch nicht zwangslaeufig zoegern. Bei unklaren Situationen ist es nie falsch den Fuss vom Gas zu nehmen. Wer allerdings durch unsichere Fahrweise (also haeufig zoegert, waehrend es fuer den Pruefer eine klare Sache war) der sollte noch ein bisschen mit seinem FL fahren, nicht als Strafe, sondern damit er durch seinen FL die Situationen besser einzuschaetzen lernt und sicherer faehrt.
Hoffe, dass ich das jetzt nicht alles umsonst gemeisselt habe.
Viele Gruesse,
Christiane
