FL nach bestandener Prüfung was schenken?
Klaus FL
schrieb am Freitag, 28. Januar 2005
FL nach bestandener Prüfung was schenken?
Ich glaube hier wurde etwas angestoßen was wirklich weiter zur Diskussion stehen sollte.
Die bisher geführte Diskussion zeigt uns sehr deutlich dass in den letzten Jahren vieles den Berg hinunter gegangen ist, was zu den Werten in einer Gesellschaft gehört. Nämlich Ordnung, Disziplin und gutes Benehmen. Da sollten sich Fahrlehrer nicht ausnehmen. Dass es so ist, merkt man auch an den Beiträgen. Wer da Begriffe wie „Abzocke“ in den Ring wirft, sollte sich einmal an die Nase fassen. Besonders wenn er auch noch verkündet, er sei Beamter.
Vielleicht erst einmal zur Klärung, falsch ist es von Geschenken zu reden. Kein Fahrlehrer erwartet ein Geschenk von jedem Fahrschüler, ebenso wenig wie mein Frisör oder der Kellner bei dem ich Esse dies tut. Auch bei ihnen Bedanke ich mich für die Dienstleistung und sage ihm auch meine Meinung freundlich und höflich wenn etwas nicht so war wie erwartet. Übrigens der Frisör geht wohl kaum so tiefgründig auf mich ein wie der Fahrlehrer auf seinen Schüler. Also ein Dankeschön sollte auch der verdienen, der bemüht war meinem Kind etwas fürs Leben mitzugeben, wovon möglicherweise mal sein Leben abhängt. Aber noch was, zum Frisör gehe ich seit Anbeginn meines Lebens bis zu dessen Ende so etwa 1-2-mal im Monat. Zur Fahrschule bin ich mit 18 Jahren einmal etwa drei Monate gegangen. Ich hab den Schein immer noch.
Und da sind wir beim nächsten Problem, wenn Führerscheinerwerb auf ein Dienstleistungsverhältnis reduziert wird, so nach dem Gedanken, bring meinen Sprössling mit möglichst wenig Ausbildungszeit (also billig) zum Schein danach wird er es schon lernen. Und wie viel Rabat währe denn noch drin. Dann kann man sein Kind doch gleich an den Abgrund stellen und schupsen.
Zum Abzocken noch mal ein Satz. Wo leben einige eigentlich, wenn sie nicht sehen, dass das Entgelt für eine Fahrstunde in keiner weise höher ist wie die anderer Berufe. Fahrlehrer ist zweifelsohne mit vielen qualifizierten Berufen gleichzusetzen. Allerdings sollten Eltern, wenn sie schon das Geld geben, auch mal prüfen, wie oft der Geldnehmer tatsächlich gefahren ist. Ist er gefahren, dann hat er auch was gelernt, aber mancher fährt ja gar nicht. Na und schwarze Schafe gibt es nun mal überall, liest den keiner die Zeitung.
Allerdings gibt es für Fahrlehrer ein Problem. Ihre Kunden kommen in der Regel nur einmal im Leben zur Fahrschule. Der Führerschein wird in sehr jungen Jahren erworben. Die Schüler sind im Gegensatz zu vor 30 oder 40 Jahren, heute wirtschaftlich noch nicht selbstständig und die Eltern oder Großeltern müssen mit ihrem Geld einspringen. Wie das z.B. bei Nachhilfe oder Musikunterricht auch der Fall ist. Doch der Führerschein, der ja fürs ganze Leben ist, wird in wenigen Monaten gemacht. Da konzentrieren sich Kosten die keiner aus der Handkasse bezahlen kann. Es ist ein fester Posten den man planen muss. Das tun die wenigsten und sind dann Frustriert. Also schimpft nicht über die Fahrlehrer sondern über Euch selbst. Das sich hier eigentlich Schüler Gedanken machen, wie sie sich bei ihren Fahrlehrer bedanken sollen, zeigt doch das Positive an der Diskussion.
Klaus
Ich glaube hier wurde etwas angestoßen was wirklich weiter zur Diskussion stehen sollte.
Die bisher geführte Diskussion zeigt uns sehr deutlich dass in den letzten Jahren vieles den Berg hinunter gegangen ist, was zu den Werten in einer Gesellschaft gehört. Nämlich Ordnung, Disziplin und gutes Benehmen. Da sollten sich Fahrlehrer nicht ausnehmen. Dass es so ist, merkt man auch an den Beiträgen. Wer da Begriffe wie „Abzocke“ in den Ring wirft, sollte sich einmal an die Nase fassen. Besonders wenn er auch noch verkündet, er sei Beamter.
Vielleicht erst einmal zur Klärung, falsch ist es von Geschenken zu reden. Kein Fahrlehrer erwartet ein Geschenk von jedem Fahrschüler, ebenso wenig wie mein Frisör oder der Kellner bei dem ich Esse dies tut. Auch bei ihnen Bedanke ich mich für die Dienstleistung und sage ihm auch meine Meinung freundlich und höflich wenn etwas nicht so war wie erwartet. Übrigens der Frisör geht wohl kaum so tiefgründig auf mich ein wie der Fahrlehrer auf seinen Schüler. Also ein Dankeschön sollte auch der verdienen, der bemüht war meinem Kind etwas fürs Leben mitzugeben, wovon möglicherweise mal sein Leben abhängt. Aber noch was, zum Frisör gehe ich seit Anbeginn meines Lebens bis zu dessen Ende so etwa 1-2-mal im Monat. Zur Fahrschule bin ich mit 18 Jahren einmal etwa drei Monate gegangen. Ich hab den Schein immer noch.
Und da sind wir beim nächsten Problem, wenn Führerscheinerwerb auf ein Dienstleistungsverhältnis reduziert wird, so nach dem Gedanken, bring meinen Sprössling mit möglichst wenig Ausbildungszeit (also billig) zum Schein danach wird er es schon lernen. Und wie viel Rabat währe denn noch drin. Dann kann man sein Kind doch gleich an den Abgrund stellen und schupsen.
Zum Abzocken noch mal ein Satz. Wo leben einige eigentlich, wenn sie nicht sehen, dass das Entgelt für eine Fahrstunde in keiner weise höher ist wie die anderer Berufe. Fahrlehrer ist zweifelsohne mit vielen qualifizierten Berufen gleichzusetzen. Allerdings sollten Eltern, wenn sie schon das Geld geben, auch mal prüfen, wie oft der Geldnehmer tatsächlich gefahren ist. Ist er gefahren, dann hat er auch was gelernt, aber mancher fährt ja gar nicht. Na und schwarze Schafe gibt es nun mal überall, liest den keiner die Zeitung.
Allerdings gibt es für Fahrlehrer ein Problem. Ihre Kunden kommen in der Regel nur einmal im Leben zur Fahrschule. Der Führerschein wird in sehr jungen Jahren erworben. Die Schüler sind im Gegensatz zu vor 30 oder 40 Jahren, heute wirtschaftlich noch nicht selbstständig und die Eltern oder Großeltern müssen mit ihrem Geld einspringen. Wie das z.B. bei Nachhilfe oder Musikunterricht auch der Fall ist. Doch der Führerschein, der ja fürs ganze Leben ist, wird in wenigen Monaten gemacht. Da konzentrieren sich Kosten die keiner aus der Handkasse bezahlen kann. Es ist ein fester Posten den man planen muss. Das tun die wenigsten und sind dann Frustriert. Also schimpft nicht über die Fahrlehrer sondern über Euch selbst. Das sich hier eigentlich Schüler Gedanken machen, wie sie sich bei ihren Fahrlehrer bedanken sollen, zeigt doch das Positive an der Diskussion.
Klaus
