Tod bei Verkehrsunfall

  • Tod bei Verkehrsunfall
     satine
      schrieb am Freitag, 6. Oktober 2006
    Hallo
    ich brauche dringend Rat. Es ist ein naher Angehöriger von mir bei einem Verkehrsunfall umgekommen. Ich bin gerade dabei den Führerschein zu machen. Habe aber eine Pause von schon fast
    4 Monaten gemacht. Ich habe mich in dieser Zeit in kein Auto getraut und traue mich irgendwie immer noch nicht. Ich wäre beinahe auch in diesem Auto gewesen , aber durch Zufall bin ich nicht mitgefahren. Das macht mir alles Angst.
    Ich will nun versuchen wieder Fahrstunden zu nehmen. Ich weiß aber nicht wie ich reagieren werde. Ich will keine Belastung für meinen Fahrlehrer sein und ich weiß auch nicht wie er reagieren wird. Ich habe ihm von dem Vorfall nichts erzählt und würde es am liebsten auch nicht. Ich habe Angst davor vor ihm weinen zu müssen. Ich weiß auch nicht ob ich es erzählen muss . Ich habe Angst vor der Frage , warum ich denn eine so lange Pause gemacht habe. Ich kann es kaum über die Lippen bringen. Es ist viel einfacher zu schreiben, wobei dies mir auch schwer fällt.
    Ich habe einfach schreckliche Angst.Ich fühle mich wie gelähmt. Es tut so schrecklich weh. Warum muss das so weh tun .
    Ich war schon immer eine Belastung für meinen Fahrlehrer , wenn es um Autobahnfahrten ging und jetzt dies. Ich weiß , dass ich bestimmt nicht meine Tränen unterdrücken werden kann , wenn ich im Auto sitze. Ich will es meinem Fahrlehrer nicht noch schwerer machen.
    Ich bitte die Fahrlehrer hier um eine wirklich ehrliche Antwort. Wäre es eine Belastung für euch mit einem solchen Fahschüler wie mir weiter zu arbeiten ?
    Es ist sehr wichtig für mich zu wissen ich will keine extra Last sein.
    Hat ein Fahrschüler so etwas ähnliches erlebt und wie seid ihr damit umgegangen ? Wann habt ihr euch getraut wieder zu fahren ?
    Ich wäre euch so sehr dankbar , wenn ihr mir einen Rat geben könntet. Ich weiß nicht mehr weiter..........
  • Thema
    Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      carhol
      schrieb am Freitag, 6. Oktober 2006
    Text
    du hast ja richtige sorgen.
    aber (hört sich jetzt etwas brutal an) jedes leben endet mit dem tod . der eine auf die art, der andere auf eine andere (meine mutter hat lungenkrebs im endstadium, darum verzeih wenn ich so offen schreibe).
    stell dir mal vor, ein naher verwandter fällt von einer leiter und bricht sich das genick - wirst du deswegen nie wieder auf eine leiter klettern ? es verunglücken mehr hausfrauen tödlich als leute im strassenverkehr, lässt du deswegen die hausarbeit liegen?
    sag deinem fl was los ist, wenn der weiss warum du so gehemmt bist, kann er darauf eingehen.
    stell dich aber darauf ein, dass es viele fahrstunden sein werden.


    holger

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  • Thema
    Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      space
      schrieb am Freitag, 6. Oktober 2006
    Text
    Hallo satine,
    erstmal tut es mir sehr leid, was da mit deinem bekannten passiert ist und es war in deiner situation bestimmt richtig, dass du eine pause gemacht hast. ich finde es aber auch toll, dass du jetzt wieder fahrstunden nehmen willst, das ist wichtig!!!

    ich bin zwar kein Fahrlehrer sondern fahrschülerin und habe so etwas ähnliches wie du auch noch nicht erlebt, aber was deine frage angeht, ob du für deinen fahrlehrer eine belastung bist, würde ich ganz klar NEIN sagen, zumindest wenn es ein guter ist! in deiner situtation rate ich dir dringend einen guten fahrlehrer zu nehmen, falls du mit dem alten schon probleme hattest, was ich ja nicht beurteilen kann. auf jeden fall solltest du dringend mit deinem fahrlehrer reden, denn der muss ja wissen, woran er ist, und dass er mit dir eventuell ein bisschen anders umgehen muss als mit "anderen" fahrschülern.
    ein guter fahrlehrer MUSS mit fahrschülern wie dir umgehen können, auf sowas sollte er vorberietet sein, das denke ich zumindest und für einen solchen fahrlehrer wirst du auch keine belastung sein.
    also wähle deinen FL sorgfältig aus. auf jeden fall gibt es solche "guten" fahrlehrer. jedenfalls kann ich mit meinem fahrlehrer so ziemlich über alles reden, er gibt sich sehr viel mühe, ist sehr geduldig und wenns probleme gibt, dann reden wir auch drüber...damit will ich nur sagen, dass es sie gibt, die wirklich kompetenten fahrlehrer und mit so einen schaffst du das auch, ganz bestimmt!

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  • Thema
    Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      Peg
      schrieb am Freitag, 6. Oktober 2006
    Text
    >>
    Wenn es dich tröstet: Ich habe vor einem FL geheult, als ich nur Beifahrer war. Zuerst schämte ich mich, doch dann dachte ich: "Der ist schon so lange im Dienst, neben dem haben schon einige geflennt, wird ihn schon nicht umbringen." Er ging super damit um: Beachtete es nämlich überhaupt nicht. Tat so, als wäre es völlig normal und brachte mich ganz bewusst immer wieder in Situationen, die meinen ersten Tränensturz auslösten. Sehr schnell konnte ich, durch sein Handeln und Verstehen, mit der Situation umgehen lernen.
    Erst viel, viel später wurde er "mein FL".
    Wenn du Angst vor dem Gespräch hast, warum schreibst du deinem FL nicht auch.... Und beendest den Brief mit dem Hinweis, dass du nicht von ihm auf diesen Brief angesprochen werden möchtest, sondern er bitte abwarten soll, bis du in der Lage bist mit ihm das Thema zu bereden.
    Ich habe bislang noch nie einen unsensiblen FL kennengelernt - und ich kenne eine Menge Angehörige dieser besonderen Gattung Mensch.
    Viel Glück

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  • Thema
    Re: Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      Bettina
      schrieb am Samstag, 7. Oktober 2006
    Text
    Hallo!

    Des ist immer wahnsinnig schlimm, wenn ein Freund oder Familienanghöriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt.
    Mein bester Freund ist vor über 6 Jahren mit dem Motorrad umgekommen.
    Er war Fahrlehrer!
    Ich konnte auch erst mal nicht mehr auf Motorrad steigen.
    Durch viele Gespräche mit meinem Lebensgefährten, der auch Fahrlehrer ist, bin ich wieder aufgestiegen. Ich hatte zwar schon meinen Motorradführersein, bin aber in der ersten Zeit nur mit meinem Freund gefahren, da ich es alleine nicht ertragen konnte und er immer sofort gemerkt hat, wenn es mir nicht so gut gegangen ist.

    >Ich will nun versuchen wieder Fahrstunden zu nehmen. Ich weiß aber >nicht wie ich reagieren werde.

    Das ist schon mal ein sehr, sehr guter Grundgedanke. Aber wenn Du es nicht ausprobierst, wirst Du es auch nicht wissen, wie Du reagierst.

    >Ich will keine Belastung für meinen Fahrlehrer sein und ich weiß auch nicht wie er reagieren wird. Ich habe ihm von dem Vorfall nichts erzählt und würde es am liebsten auch nicht. Ich habe Angst davor vor ihm weinen zu müssen. Ich weiß auch nicht ob ich es erzählen muss . Ich habe Angst vor der Frage , warum ich denn eine so lange Pause gemacht habe. Ich kann es kaum über die Lippen bringen. Es ist viel einfacher zu schreiben, wobei dies mir auch schwer fällt.

    Eine Belastung für Deinen Fahrlehrer wirst Du bestimmt nicht!
    Du solltest ihm aber davon erzählen. Auch wenn Du in Tränen ausbrichst. Völlig egal! Damit sollte und wird er schon umgehen können. Aber auch Dein Schmerz wird nur besser, wenn Du darüber sprichst und weinst.
    Die Idee von Peg ihm erst mal einen Brief zu schreiben ist auch nicht schlecht. Hauptsache Dein Fahrlehrer weiß so ausführlich wie möglich was passiert ist, dann kann er sich auf die Situation einstellen.

    >Ich habe einfach schreckliche Angst.Ich fühle mich wie gelähmt. Es tut so schrecklich weh. Warum muss das so weh tun .

    Weiel Trauer nun mal verdammt weh tut! Ich kann Dir verraten, dass es nach ca. einem Jahr besser und erträglicher wird. Aber auch nach 6,5 Jahren wirst Du die Person, wenn Du sie sehr gemocht hast noch vermissen.
    Das wichtigst für Dich ist aber: Steh zu Deinen Gefühlen.
    Rede darüber! Ist ganz, ganz wichtig!

    LG Bettina

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