Re: Re: Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall

  • Re: Re: Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall
     satine
      schrieb am Samstag, 7. Oktober 2006

    Danke für eure Antworten.

    @ holger es tut mir so leid mit deiner Mutter.Ich wünsche dir und ihr Kraft diese Zeit durchzustehen. Ich habe(ich hasse das Wort hatte) einen Onkel, der vor einem Jahr an Leukämie verstorben ist.
    Du hast Recht jedes Leben endet mit dem Tod. Das ist so leicht gesagt, einen Tod so leicht abhaken kann ich nicht. Mich mit Leichtigkeit in ein Auto zu setzen und tun als wäre nichts gewesen, das kann ich nicht. Ich wünschte ich könnte es.

    @ Bettina : Darf ich dich fragen wie lange du gebraucht hast um wieder zu fahren ?
    Ich bin mir so unsicher , ob ich schon bereit dazu bin. Aber ich würde gerne wieder fahren.

    Meinem Fahrlehrer einen Brief zu schreiben habe ich mir auch schon überlegt. Aber ich will wenn dann persönlich mit ihm reden. Ich will ihm aber nicht alles erzählen. Es klingt jetzt vielleicht blöd , aber es handelt sich bei dem Todesfall um ein Teil meines Privatlebens. Ich will einem Fahrlehrer, der fast so etwas wie ein Fremder ist nichts erzählen. Aber er hat ein Recht darauf es zu erfahren, denn ich muss ihm ja erklären warum ich mich nicht wohl fühle. Ich will nicht mit ihm darüber sprechen , ehrlich gesagt will ich nicht dass er es erfährt. Es ist alles so schwer.
    Denkt ihr es reicht wenn ich sage dass es einen Todesfall in der Familie gab und ich sonst nicht darüber sprechen will ?
    Es fällt mir einfach so schwer darüber zu reden.
    Am liebsten würde ich alles wegstecken und so tun als wäre nichts gewesen. Mir einfach nichts anmerken lassen , damit die Fahrstunden so wie immer sind.

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      Bettina
      schrieb am Samstag, 7. Oktober 2006
    Text
    >@ Bettina : Darf ich dich fragen wie lange du gebraucht hast um wieder zu fahren ?

    Ja, darfst Du! Und ich sag Dir jetzt auch die Wahrheit, wobei des warhscheinlich nicht gut ist.
    Der Unfall ist am 13. Mai 2000 passiert. Das war damals ein Samstag.
    5 Minuten vor 15 Uhr! Genau zur selben Zeit war ich auf einem Motorrad Sicherheitstraining und hab kurz vor 15 Uhr die Maschine hingelegt. Wie ich dann erfahren hab, dass unser Freund verunglückt ist, war das für mich ein "Zeichen" dass ich NIE, NIE wieder in meinem ganzen Leben Motorradfahren werde.
    Man muss vielleicht auch wissen, dass ich bis dahin nie die leidenschaftlichste Motorradfahrerin war. Ich "musste" meinen Schein machen und ich "musste" hin und wieder mal fahren.
    Ich bin dann also erst mal nicht mehr aufs Motorrad gestiegen.
    Das ging genau ein Jahr lang! Am 13. Mai 2001 (Muttertag) bin ich aufgewacht und meine innere Stimme hat mir erzählt, dass ich heute mit dem Motorrad zu Muttern fahren werde. Und das tat ich dann auch!
    Das war die schönste Tour, die ich je bis dahin hatte.
    Und jetzt bin ich inzwischen zu einer leidenschaftlichen Motorradfahrerin geworden.

    Ich rat Dir einfach: Probier es aus! Setz Dich ins Auto und probier es! Für Dich! Du bekommst des hin!

    LG Bettina

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  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Tod bei Verkehrsunfall
    Autor
      satine
      schrieb am Sonntag, 8. Oktober 2006
    Text


    Hallo Bettina
    ich schätze es sehr , dass du mir deine Geschichte erzählt hast.
    Als ich deinen Beitrag gelesen habe , habe ich mich dazu entschlossen mit meinem Freund eine Autofahrt zu machen. Das erste mal wieder seit 4 Monaten. Die ersten 15 Minuten waren einfach schrecklich . Wir müssten einpaar mal anhalten , weil es mir echt beschissen ging. Aber ich habe durchgehalten. Wir sind ungefähr
    1 1/2 Stunden durch die Gegend gefahren. Es war schon erschreckend dass ich permanent an meinen Verwandten denken musste und ich das Autofahren als negativ empfand, obwohl mir das Auto fahren auch mal Spaß gemacht hat. Diese Gedanken blockieren einen so sehr .
    Ich glaube dass dies das größte Hindernis ist.
    Wir waren sogar auf der von mir gehassten Autobahn.
    Am Ende der Fahrt war ich so kaputt , total müde als hätte ich schwer gearbeitet. Aber ich war so erleichtert dass ich durchgehalten habe.
    Ich danke dir Bettina für deinen so ehrlichen Beitrag, denn letzendlich habe ich mich durch dich wieder ins Auto getraut.

    Nun muss der 2. Schritt , für mich der schwierigste , folgen. Ich habe mir vorgenommen nächste Woche bei meinem Fahrlehrer anzurufen . Ich habe mir gedacht, dass ich erst einmal nur mit ihm spreche. Nach der heutigen Autofahrt denke ich dass es doch besser ist noch etwas zu warten. Am besten mache ich noch einpaar Fahrten mit meinem Freund bevor ich selber wieder fahre.
    Ich hoffe, dass ich mich trauen werde meinen Fahrlehrer anzurufen.
    Ich weiß gar nicht genau wie ich es ihm sage , das ist so schwer.

    Ich erzähle dann was ich gemacht habe. Und nochmals danke Bettina.
    >
    >

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