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Was jetzt? Praktische Prüfung versemmelt

  • Was jetzt? Praktische Prüfung versemmelt
     Kiwi_1812
      schrieb am Mittwoch, 15. Juli 2020
    Hab heute meine praktische Fahrprüfung verhauen.

    Wenn man sich selbst im Weg steht, ist das zum kotzen. Ich bin Mitte 30, Akademiker, aktuell arbeitssuchend und hab dadurch endlich die Zeit (und das Geld, dass ich vorher gespart hab) um den Führerschein zu machen. Nächste Woche hab ich ein Vorstellungsgespräch, es lief also wieder.

    Ich fahre gut, wenn mein Kopf nicht in die Quere kommt, denn ich denke zu viel und zu negativ. Kopfmensch halt. Ich wusste, ich schaff das heute nicht (kaum geschlafen in den letzten Tagen, war angespannt) und nach einem Fehler ging nichts mehr. Das Geld geht mir auch langsam aus. Die Zeit rennt. Panik macht sich breit.

    Früher war ich bei Prüfungen nie so nervös und hab alles hinbekommen. Schule, Studium, Weiterbildungen... und heute: verkackt! Ich könnte nur noch heulen. Der Job ist ohne Auto fast undenkbar und bei meinem Selbstvertrauen wird das eh nichts. Alles doof.

    Was mache ich gegen diese Versagensangst? Ich hab jetzt schon Bammel. In den Fahrstunden fahr ich nicht perfekt, aber gut, auch mit Leuten hinten drin. Und dann dieser Blackout heute. Ich schaff das nie, wenn das so weitergeht.

  • Thema
    Re: Was jetzt? Praktische Prüfung versemmelt
    Autor
      Gardiner
      schrieb am Donnerstag, 16. Juli 2020
    Text
    Ich weiß garnicht, wie ich anfangen soll, Du hast ja schon alles richtig eingeschätzt. Ich kann Dir nur aus meiner Sicht als Fahrprüfer folgendes sagen: Der Prüfer hat kein Interesse daran, dass Du durch die Prüfung fällst, genau genommen ist es ihm sogar egal, weil das sein Job und täglich Brot ist. Er ist darauf trainiert, normale menschliche Regungen (wie z. B. "den Schüler mag ich nicht leiden") professionell zu unterdrücken, und so hat jeder Schüler die Chance, die Prüfung auch zu bestehen. Der Prüfer weiß genau, dass Du Dich in einer Stresssituation befindest, aber fertig werden musst Du damit schon allein.
    Wenn Deine Aufregung nicht klinisch ist, wovon ich ausgehe, musst Du lernen, diese zu kontrollieren und zu unterdrücken. Unterlasse alle Versuche mit Baldrian und Co., Medikamente schaden in aller Regel mehr als sie nutzen, so meine Erfahrung. Du bist in aller Regel gut von Deiner Fahrschule auf die Prüfung vorbereitet worden, sie würden Dich nicht vorstellen, wenn dem nicht so wäre, ist ja auch ihr Ruf. Also komm runter, nimm noch paar Stunden, und dann schön frühstücken, ruhig und konzentriert an die Sache ran gehen, und dann wird das. Irgendwann musst Du da durch, und es macht wenig Sinn, sich ständig mit solchen "wenn-dann" Situationen unter Druck zu setzen von wegen "Geld bald alle" oder "neuer Job nur mit Führerschein". Solche Gedanken helfen mal garnicht weiter, denke einfach ans hier und jetzt. Viel Erfolg beim nächsten Mal. Gardiner

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  • Thema
    Re: Re: Was jetzt? Praktische Prüfung versemmelt
    Autor
      Kiwi_1812
      schrieb am Donnerstag, 16. Juli 2020
    Text
    Vielen Dank für die Antwort!
    Ich gebe dem Prüfer keinerlei Schuld! Das hab ich ganz allein verbockt. Ehrlich gesagt, hab ich ihn kaum wahrgenommen. Ich war so nervös, dass ich einfach alles vergessen hab und nur noch Tunnelblickmäßig reagiert hab. Wahrscheinlich war mein Druck und Anspruch zu hoch. War schon Tage vorher ultra nervös.

    Ich werde nächste Woche mit meinem Fahrlehrer über alles sprechen und hoffentlich Wege finden, wie ich die Nervosität etwas steuern kann. Videos gucken und meditieren haben schonmal nicht geholfen! 🙈

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Was jetzt? Praktische Prüfung versemmelt
    Autor
      Wolfe(FL)
      schrieb am Donnerstag, 16. Juli 2020
    Text
    Hi kiwi,

    >Ich werde nächste Woche mit meinem Fahrlehrer über alles sprechen und hoffentlich Wege finden, wie ich die Nervosität etwas steuern kann. Videos gucken und meditieren haben schonmal nicht geholfen! 🙈

    Vor was hast du Angst?

    Dein FL traut dir ne Prüfung zu.
    Du selber sagst, dass du im "normalen" fahren auch gut durchkommst.

    Was soll dir passieren?

    Wie Gardiner schon schrieb, der Prüfer ist nit dein Feind. Er will "nur" sehen, dass du das Fahrzeug einigermassen sicher bewegen kannst.

    Kleinere Fehler darfst du ja machen, Perfektion erwartet niemand von dir.

    Bau dir nicht selber Druck auf: ich muss!!!
    Du willt den Schein, gehe ich mal davon aus.
    Du hast trainiert.
    Ne Garantie gibt dir keiner.
    Aber wenn du nix neues erfindest, sind die "paar" Minuten fix rum und erledigt.

    Denk nicht dran, was alles schiefgehen kann.

    Motiviere dich positiv!
    Nicht: ich schaff das eh nicht.
    Weil, was passiert dann?
    Genau!

    Also Kopf hoch

    Grüssle
    Wolfe

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