ACE kritisiert Führerscheinbehörden

  • ACE kritisiert Führerscheinbehörden
     Volker Kolb
      schrieb am Montag, 25. April 2005
    Dem kann ich mich nur anschließen:


    ACE kritisiert Führerscheinbehörden
    Stuttgart (ACE) 25. April 2005 - Ein Jahr nach dem Urteil des Europäischen
    Gerichtshofes (29.04.2004) zur Rechtmäßigkeit des so genannten
    Führerscheintourismus hat der ACE Auto Europa die "anhaltend
    diskriminierende Praxis" deutscher Führerscheinstellen kritisiert.

    Die Behörden gingen häufig rigoros mit Entziehung der Fahrerlaubnis,
    Sofortvollzug und Zwangsgeld gegen jene Führerscheininhaber vor, die ihre
    Lizenz im europäischen Ausland erworben hätten. Nach Angaben des ACE sind
    aber laut dem Urteil der Europarichter alle in EU-Staaten ausgestellten
    Fahrerlaubnisse grundsätzlich anzuerkennen und dürfen von inländischen
    Behörden nicht nachgeprüft werden.

    "Die Methoden von Verkehrsbehörden erscheinen uns mitunter recht
    zweifelhaft", kritisierte der Justiziar des ACE, Volker Lempp, am Montag
    in Stuttgart. Besonders die Praxis deutscher Führerscheinstellen sei mit
    dem geltenden europäischen Recht häufig unvereinbar. Die Betroffenen
    würden sich allerdings gegen die behördlich verordnete Abgabe ihres
    Führerscheins und gegen das angedrohte Zwangsgeld nur selten mit
    Eilanträgen bei den Verwaltungsgerichten zu Wehr setzen. Dabei ist die
    juristische Begründung für die Praxis der deutschen Stellen nach Ansicht
    des ACE "lediglich vorgeschoben" und steht "auf wackligen Füßen".

    Hinter dem Vorgehen der Führerscheinstellen vermutet ACE-Rechtsexperte
    Lempp den Versuch, auf breiter Front die Wirksamkeit von Führerscheinen
    aus dem europäischen Ausland abzuerkennen. Lempp: "Deutsche Behörden bauen
    offenbar ein Bollwerk gegen die vom Europäischen Gerichtshof verordnete
    Freizügigkeit im europäischen Führerscheinrecht." Zwar wolle auch der ACE
    keinen ausufernden und missbräuchlich genutzten Führerschein-Tourismus.
    Europafeindliche nationale Rechtsakte heiligten aber nicht diesen Zweck.
    Zwingend erforderlich ist nach Auffassung von Lempp eine rechtlich
    einwandfreie Regelung im Sinne einer Vereinheitlichung der
    Führerschein-Bestimmungen in den EU-Staaten. Im Übrigen müsse jeder
    Autofahrer das Recht haben, den Führerschein dort zu erwerben, wo er
    möchte. Auch für Fahrschulen müsse die Niederlassungserlaubnis und
    Dienstleistungsfreiheit praktisch uneingeschränkt für ganz Europa gelten.
    Mit europaweit einheitlichen Qualitätsmaßstäben in Form von Richtlinien
    für Ausbildung, Prüfung und Führerscheinklassen begegne man am besten der
    Kritik am so genannten Führerschein-Tourismus. Schließlich gehe es darum,
    die Verkehrssicherheit auf dem gesamten Kontinent zu verbessern und
    Unfallzahlen zu senken. Auf diesem Gebiet sei Deutschland vielfach eher
    Schüler als Lehrer.

  • Thema
    Re: ACE kritisiert Führerscheinbehörden
    Autor
      Kirsten
      schrieb am Montag, 25. April 2005
    Text
    >Mit europaweit einheitlichen Qualitätsmaßstäben in Form von Richtlinien für Ausbildung, Prüfung und Führerscheinklassen ...

    Aber bis es das gibt, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Und in der Zwischenzeit möchte ich auf der Straße nicht deutschen Alkoholikern und Junkies begegnen, die ihren Führerschein in Polen oder Tschechien gekauft haben.

    Viele Grüße
    Kirsten


    Auf den Beitrag antworten


Lernen Sie mit dem Online-Lernsystem ab 5,99 € online und mobil für die Theorieprüfung!
Hier klicken!
Fahrschule.de Führerschein 2026 Logo

Fahrschule.de 2026

Theorie-App für alle
Führerscheinklassen.

Laden im Apple App Store Logo
Jetzt bei Google Play laden Logo
Fahrschule.de Führerschein Lite Logo

Fahrschule.de Lite

Die kostenlose
Testversion der App
Fahrschule.de 2026

Laden im Apple App Store Logo
Jetzt bei Google Play laden Logo