Unfallflucht II

  • Unfallflucht II
     carhol
      schrieb am Samstag, 16. Dezember 2006
    ich mach einen neuen thread auf weil bei sovielen postings stürzt mein rechner ab wenn ich antworte.

    @ara
    sehr kurzfristig gedacht. "es passiert ja sowieso nicht viel, war ja nur sachschaden". grafitti ist auch nur sachbeschädigung, scheiben einwerfen ist auch nur sachbeschädigung, reifen zerstechen ist auch nur sachbeschädigung, noch mehr beispiele?
    hallo ara, wo willst du die grenze ziehen ? was für den einen billig ist, ist für einen anderen teuer.
    nicht umsonst hat der gesetzgeber eine haftstrafe dafür vorgesehen. das sie bei geringem schaden nicht so hoch ausfällt wie bei einem hohen ist klar.
    wo willst du die grenze ziehen?
    es geht im grunde doch um den verfall der werte der besonders bei jugendlichen zu bemerken ist.
    das ist keine kritik an den jugendlichen sondern eher an meiner generation, die es nicht geschafft hat, ihnen respekt vor dem eigentum, gesundheit und leben (denke gerade an die "amokläufe") beizubringen.
    genauso wenig hat meine generation es nicht geschafft, den jugendlichen (es sind nicht alle gemeint) soviel charakterstärke beizubringen sich zu einer "tat" zu bekennen, sondern feige weg zu laufen.
    das soll jetzt aber keine freispruch für die täter sein, die sind so zu bestrafen wie es unsere gesetze vorsehen (m.m. nach sind die strafen zu gering, nur so nebenbei).
    aber einfach abwiegeln wie du es machst, ist erheblich schädlicher als wenn man mit dem hammer droht und ihn auch zur not mal fallen lässt.
    es ist und bleibt nunmal schlimm, dass eigentum (egal welchen wert es auf dem papier hat), die gesundheit, das leben eines anderen zu beschädigen und das muss man den "tätern" beibringen.
    und wenn es nicht anders geht, mit hilfe der "staatsmacht"
    wohin diese "softe" einstellung geführt hat, kannst du jeden tag in der zeitung lesen.

    holger
  • Thema
    Re: Unfallflucht II
    Autor
      Ara
      schrieb am Sonntag, 17. Dezember 2006
    Text
    >ich mach einen neuen thread auf weil bei sovielen postings stürzt mein rechner ab wenn ich antworte.
    >
    >@ara
    >sehr kurzfristig gedacht. "es passiert ja sowieso nicht viel, war ja nur sachschaden". grafitti ist auch nur sachbeschädigung, scheiben einwerfen ist auch nur sachbeschädigung, reifen zerstechen ist auch nur sachbeschädigung, noch mehr beispiele?
    >hallo ara, wo willst du die grenze ziehen ? was für den einen billig ist, ist für einen anderen teuer.
    >nicht umsonst hat der gesetzgeber eine haftstrafe dafür vorgesehen. das sie bei geringem schaden nicht so hoch ausfällt wie bei einem hohen ist klar.
    >wo willst du die grenze ziehen?
    >es geht im grunde doch um den verfall der werte der besonders bei jugendlichen zu bemerken ist.
    >das ist keine kritik an den jugendlichen sondern eher an meiner generation, die es nicht geschafft hat, ihnen respekt vor dem eigentum, gesundheit und leben (denke gerade an die "amokläufe") beizubringen.
    >genauso wenig hat meine generation es nicht geschafft, den jugendlichen (es sind nicht alle gemeint) soviel charakterstärke beizubringen sich zu einer "tat" zu bekennen, sondern feige weg zu laufen.
    >das soll jetzt aber keine freispruch für die täter sein, die sind so zu bestrafen wie es unsere gesetze vorsehen (m.m. nach sind die strafen zu gering, nur so nebenbei).
    >aber einfach abwiegeln wie du es machst, ist erheblich schädlicher als wenn man mit dem hammer droht und ihn auch zur not mal fallen lässt.
    >es ist und bleibt nunmal schlimm, dass eigentum (egal welchen wert es auf dem papier hat), die gesundheit, das leben eines anderen zu beschädigen und das muss man den "tätern" beibringen.
    >und wenn es nicht anders geht, mit hilfe der "staatsmacht"
    >wohin diese "softe" einstellung geführt hat, kannst du jeden tag in der zeitung lesen.
    >
    >holger

    Der Gesetzgeber hat für Sachbeschädigung und Unfallflucht keine Haftstrafe vorgesehen. Selbst mit Personenschaden wird es meist noch eine Bewährungsstrafe. Für Unfallflucht mit Sachschäden gibt es eine empfindliche Geldstrafe, die von der höhe meiner Meinung nach akzeptabel ist (idr 2-3 brutto Monatslöhne).

    Auch verstehe ich den zusammenhang mit "Diese Jugend" nicht. 2005 war das Jahr mit den wenigsten Unfallflüchtigen seit 16 Jahren und das obwohl die Anzahl zugelassene Fahrzeuge extrem gestiegen ist. Leider werden Straßenverkehrsdelikte nicht in der Kriminalstatistik genau aufgeschlüsselt, jedoch denke ich wird der Anteil der "Jugendlichen" nicht besonders herausstechen.

    Und ich wollt nirgends Unfallflucht verharmlosen, es geht nur darum, dass es doch eine recht geringe Straftat ist. Und der "Täter" muss auch nicht die volle härte des Gesetzes spüren, vorallem da der Lern-Effekt bei solchen Straftaten nicht durch Strafe erreicht wird, sondern ein einfaches Fingerklopfer (Aka Geldstrafe) meist ausreicht um eine wiederholung zu verhindern. Denn die Aufgabe des Staates und der Justiz ist nicht Primär die Bestrafung, sondern präventiv Straftaten und Wiederholungstaten zu verhindern.

    Und "wie weit die softe einstellung geht" was ich in "der Zeitung" lesen kann, kommt auf die Zeitung drauf an. Wenn ich die Bildzeitung aufschlage denke ich auch es gibt jeden zweiten Tag nen Kinderschänder... dabei haben wir in der BRD in den letzten 26 Jahren einen sehr starken Rückgäng (74% weniger als 1974). Die Subjektive kriminalitätsstatistik und auch das subjektive Gewaltbereichtsschaft empfinden, weicht leider sehr stark von der Realität ab. Unsere Jugend (Wozu ich mich mal noch gut zähle), braucht sich definitiv nicht vor anderen verstecken... Vorallem die Jahrgänge 1960-1970 sollten da sehr leise sein, denn die Statistik spricht gegen sie.

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  • Thema
    Re: Unfallflucht II
    Autor
      EFS
      schrieb am Sonntag, 17. Dezember 2006
    Text
    Oh man, das ist ja unglaublich, mit welchen Argumenten hier versucht wird, das ganze schön zu reden. Reduziert es mal auf das wesentliche: jemand hat einem anderen einen Schaden zugefügt. Statt sich drum zu kümmern, flüchtet der Verursacher. Begutachtet wird nur der Schaden am eigenen Fahrzeug. Das Opfer wird links liegen gelassen. Bevor hier also noch mehr Leute auftreten, die der Meinung sind, ist ja alles nicht so schlimm, sollte doch überhaupt einer mal wissen, wie gross der Schaden am fremden Fahrzeug überhaupt ist. Das interssiert aber niemanden, wie man an den Postings sieht. Fragt euch doch mal, warum das Opfer den von fremden verursachten Schaden selbst zahlen soll? Nur damit ein Fahranfänger geschützt wird? Er hätte ja die Chance gehabt (hat er ja evtl. immer noch) durch einfache Kontaktaufnahme mit dem Opfer eine Einigung ohne Anzeige etc. zu erreichen.

    Ich glaube, ihr vergleicht hier Äpfel mit Birnen, um euch einzureden, das ist alles ganz harmlos, damit ihr kein schlechtes Gewissen kriegt, wenn ihr selbst mal ungewollt in der Täter-Rolle seid.
    Denkt doch mal an das Opfer. Der bleibt im Zweifelsfall auf Kosten von mehreren hundert EUR oder mehr sitzen.

    An den Threadsteller: Versuch doch mal, Deinen Kumpel zu überreden, zumindest mal zu gucken, was am anderen Fahrzeug dran ist. Dann wisst ihr zumindest, ob ihr wirklich über einen harmlosen Blechschaden redet oder etwas größeres.

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  • Thema
    Re: Re: Unfallflucht II
    Autor
      Dipl
      schrieb am Sonntag, 17. Dezember 2006
    Text
    Mal ne Frage, wär er da geblieben, hätte ihn überhaupt was erwartet? Also weiß von meinem Unfall damals, dass die Fahrerin in der Probezeit war und nur die Grünfläche bezahlen musste (und da kam eine Person zu schaden, 2 Autos totalschaden und 2 LKWs beschädigt)
    Und mal so ganz nebenbei das kann wirklich jedem passieren, Unfälle sind nun mal unfälle und keine Absicht! Und abhauen ist wirklich ******. Und ich denke wir haben den Schein auch, weil wir verantwortungsbewusst genug sind um im Straßenverkehr teilzunehmen, also warum dann Flüchten?

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  • Thema
    Re: Re: Re: Unfallflucht II
    Autor
      kiRM
      schrieb am Sonntag, 17. Dezember 2006
    Text
    >
    Hallo,

    ich finde es immer wieder erschreckend, wie viel Halbwissen hier zu existieren scheint. Unfallflucht ist ein Straftatbestand - egal ob nun ein Personenschaden oder ein Sachschaden entstanden ist oder der Unfall geringe oder schwerere Ausmaße hat. Selbst, wenn ihr keinen ersichtlichen Schaden verursacht habt, habt ihr solange zu warten, bis der Unfall von beiden Parteien aufgenommen ist und ggf. die Polizei hinzugezogen wurde. Wie wollt ihr urteilen, dass sich nicht z.B. Anbauteile verzogen haben?

    Ich verstehe nicht, warum hier viele der Meinung sind, dieses Beispiel sei hier vom Ausmaß her nicht relevant. Wenn dies keine Unfallflucht darstellt, wozu haben wir den Straftatbestand dann überhaupt in den Gesetzen stehen? Das Opfer ist wie fast immer der Dumme und muss selber zahlen. Das Freundschaftsargument zieht hier meiner Meinung nach auch nicht und zeigt leider echtes Unvermögen in Sachen Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein. Es sind schon tolle Freunde, die nicht zu ihrem Mist stehen. Es könnte ja auch euer Auto sein können, was dort gestanden hätte. Seid euch mal nicht so sicher, dass die Sache dann "ganz anders ausgesehen hätte". Wer hier als "Freund" wegschaut ist Mittäter! Das kann jedem mal passieren, dass er etwas beschädigt, auch mir ist es schon mal passiert. Aber warum glaubt ihr denn, dass euch jemand den Kopf abreißen wird? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Unfallgegner sehr kooperativ verhalten und eigentlich sehr froh sind, dass jemand die richtige Moral besitzen, für ihren Fehler einzustehen.

    Die meisten Leute, die Unfallflucht begehen haben meiner Meinung nach nur Angst, die aus Unwissenheit resultiert. Sie befürchten, dass sie ihren Führerschein verlieren, Probleme mit der Versicherung bekommen oder Ärger mit dem Unfallgegner. Hierauf sollte während der Fahrschulausbildung mehr Bezug genommen werden, um das richtige Wissen dafür zu vermitteln. Wenn ihr einen Unfall verursacht und euch unsicher seid, was ihr tun sollt, dann wird man es euch nicht verübeln, wenn ihr euer Handy nehmt und die "110" wählt und euch erkundigt, wie ihr mit der Situation umgeht. Oft ist es der Polizei auch möglich, sich direkt mit dem Halter in Verbindung zu setzen und ihn auf kürzestem Wege zum Unfallort zu schicken. So seid ihr jedenfalls auf der sicheren Seite.

    Überhaupt scheint hier nur ein kleiner Teil der der Autoren überhaupt zu wissen, dass die Anzeige bei der Polizei das Opfer - selbst wenn die Strafsache vor dem Gericht endet und nicht von der Staatsanwaltschaft gegen Auflagen eingestellt wird - auf gar keine Weise entschädigt. Das Opfer wird mit Bezug auf das Urteil aus dem strafrechtlichen Prozess gemäß des BGB gegen euch eine Klage einreichen und Schadenersatz fordern und allein dadurch entschädigt. Eure Versicherung wird zahlen, auch die evtl. entstandenen Anwaltskosten des Unfallgegners, aber seid euch nicht sicher, ob sie gegen euch nicht auch eine Regressforderung durchsetzen wird und ihr am Ende auch dafür noch zahlen müsst.

    Ich habe hier außerdem noch gelesen, dass man sich angeblich 24 Stunden nach der Unfallflucht straffrei "stellen" könne. Dies ist falsch. Das Strafmaß reduziert sich lediglich bei geringfügigen Sachschäden unter 1000 € auf 5 statt 7 Punkte. Alles, was darüber liegt oder mit Personenschaden ausgegangen ist, wird nicht reduziert. Es kann höchstens sein, dass der Richter es noch zu euren Gunsten auslegen wird.

    Zum Thema Jugendliche und Unfallflucht: Im Sommer ist mir eine Rentnerin beim Ausparken in meinen Wagen gefahren und hat Unfallflucht begangen. Soviel dazu, die Sache ist rechtlich gesehen erst vor 2 Wochen abgeschlossen gewesen. Der Schaden war augenscheinlich auch sehr gering, hat am Ende mit meinen Anwaltskosten aber nur noch sehr knapp unter 1000 € gelegen.

    Unfallflucht ist übrigens ein Offizialdelikt. Das hat zur Folge, dass die Polizei, selbst wenn das Opfer oder ein Zeuge den Unfall nicht zur Anzeige gebracht hat,<

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  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Unfallflucht II
    Autor
      Lesley
      schrieb am Sonntag, 17. Dezember 2006
    Text
    So jetzt mal aus der Sicht eines Opfers - nicht direkt, da das Auto meiner Mutter gehoert, aber ich weiss/kann mir vorstellen wie sie sich gefuehlt hat.
    Jemand ist ihr hinten (in ihr geparktes Auto) gefahren und einfach abgehauen. Schaden: rechtes Ruecklicht kaputt und Delle in der Stossstange; Kosten: ca. 400,- €.

    Das war einfach total aergerlich. Wir waren auch wuetend darueber, dass der Verursacher einfach abgehauen ist. War kein tolles Gefuehl. Von den Kosten mal abgesehen, hat man auch einfach Aerger damit.

    Aber ich bin auch der Meinung, dass die Einstellung: "Jeder ist sich selbst der naechste, und die anderen gehen mich nichts an!" typisch ist fuer die heutige Zeit.

    Keiner will mehr Verantwortung fuer seinen Mist uebernehmen nach dem Motto: "Solange ich nicht erwischt werde..."

    Traurig, sehr traurig...
    Das kann man auch nicht schoenreden.

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