Link zum Online-Lernsystem von Fahrschule.de.

Automatik-Führerschein

  • Automatik-Führerschein
     Crusader
      schrieb am Montag, 13. Dezember 2010
    Hallo. Ich habe nach nun mittlerweile vielen Fahrstunden immer noch Probleme mit der Gangschaltung.Ich lande manchmal im falschen Gang und dadurch geht der Wagen auch schon mal aus.
    Ich bin gerade in der Prüfungsvorbereitung (Theorie bereitrs bestanden). Würdet Ihr zu Automatik wechseln, wenn dies die Wahrscheinlichkeit die Prüfung zu bestehen erhöhen würde und auch, wenn hiermit ein Fahrschulwechsel verbunden wäre? Dies wäre dann übrigens mein zweiter Wechsel. Ein Haken bei der Sache wäre, dass man dann ja nur Automatik fahren darf und es nicht so viele gebrauchte Kleinwagen mit Automatik gibt.
  • Thema
    Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Manfred Gehmlich
      schrieb am Montag, 13. Dezember 2010
    Text
    Grundsätzlich ist alles was Dir hilft, gut.
    Und das würde Dir wesentlich helfen.
    Richtig ist aber auch, dass Du den Vermerk im Führerschein hast, dass Du nur Automatikautos fahren darfst.
    Das heißt, den Führerschein, den die Behörde auf Deinen Antrag hin bereits ausgefertigt hat, bekommst Du nicht. Dieser geht in Ablage Nr. 1 (Schredder). Das bedeutet, Du mußt wieder ein Paßbild abgeben und einen neuen Führerschein anfertigen lassen und den natürlich auch noch mal bezahlen. Dann kannst Du die Prüfung auf Automatik machen. Zu Deinen Befürchtungen, dass es ja nicht so viele Kleinwagen mit Automatik gibt, möchte ich Dir sagen, es gibt fast alle Autos auch als Automatik. Anders sieht es auf dem Gebrauchtwagenmarkt aus. Da muß man schon einen Händler finden, der Interesse am Verkaufen hat und Dir über Internet einen auftreibt. Wer erst einmal einen Automatik hat, gibt den nicht wieder her. Deshalb gibt es da nicht so viele.
    Außerdem muß dieser Eintrag im Führerschein ja nicht endgültig sein. Nehmen wir mal an, Du fährst fleißig 1, 2 Jahre und hast keine Probleme mehr Dich auf das Fahren und Einhalten der Regeln zu konzentrieren. Dann kannst Du noch einmal eine Prüfung auf einem Schaltwagen ablegen und dieser Eintrag wird gelöscht.
    Auf der anderen Seite kann man aber auch lernen mit einem Schaltwagen zu fahren. Wenn Du selbst sagst, dass Du Dich noch verschaltest, bist Du einfach noch nicht prüfungsreif.
    Du mußt selbst entscheiden, was Dir wichtig ist. Entweder mit einem Minimum an Fahrstunden die Prüfung zu bestehen. Dann mach Automatik.
    Oder ein paar Fahrstunden mehr zu absolvieren bis Du es perfekt kannst, dann bleibe beim Schaltwagen.
    Ihr kennt meine Meinung: jede nicht bestandene Prüfung basiert auf zu wenige Fahrstunden.
    Gruß Manfred

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Crusader
      schrieb am Montag, 13. Dezember 2010
    Text
    >Grundsätzlich ist alles was Dir hilft, gut.
    >Und das würde Dir wesentlich helfen.
    >Richtig ist aber auch, dass Du den Vermerk im Führerschein hast, dass Du nur Automatikautos fahren darfst.
    >Das heißt, den Führerschein, den die Behörde auf Deinen Antrag hin bereits ausgefertigt hat, bekommst Du nicht. Dieser geht in Ablage Nr. 1 (Schredder). Das bedeutet, Du mußt wieder ein Paßbild abgeben und einen neuen Führerschein anfertigen lassen und den natürlich auch noch mal bezahlen. Dann kannst Du die Prüfung auf Automatik machen. Zu Deinen Befürchtungen, dass es ja nicht so viele Kleinwagen mit Automatik gibt, möchte ich Dir sagen, es gibt fast alle Autos auch als Automatik. Anders sieht es auf dem Gebrauchtwagenmarkt aus. Da muß man schon einen Händler finden, der Interesse am Verkaufen hat und Dir über Internet einen auftreibt. Wer erst einmal einen Automatik hat, gibt den nicht wieder her. Deshalb gibt es da nicht so viele.
    >Außerdem muß dieser Eintrag im Führerschein ja nicht endgültig sein. Nehmen wir mal an, Du fährst fleißig 1, 2 Jahre und hast keine Probleme mehr Dich auf das Fahren und Einhalten der Regeln zu konzentrieren. Dann kannst Du noch einmal eine Prüfung auf einem Schaltwagen ablegen und dieser Eintrag wird gelöscht.
    >Auf der anderen Seite kann man aber auch lernen mit einem Schaltwagen zu fahren. Wenn Du selbst sagst, dass Du Dich noch verschaltest, bist Du einfach noch nicht prüfungsreif.
    >Du mußt selbst entscheiden, was Dir wichtig ist. Entweder mit einem Minimum an Fahrstunden die Prüfung zu bestehen. Dann mach Automatik.
    >Oder ein paar Fahrstunden mehr zu absolvieren bis Du es perfekt kannst, dann bleibe beim Schaltwagen.
    >Ihr kennt meine Meinung: jede nicht bestandene Prüfung basiert auf zu wenige Fahrstunden.
    >Gruß Manfred

    Danke für die Antwort. Zu wenig Fahrstunden habe ich nicht. Ich hatte ca. 40 inkl. Sonderfahrten.
    Was ich sonderbar finde ist, dass mein FL mir erst jetzt und auch meine Bitte Dinge zeigt wie Wenden in drei Zügen. Gefahrbremsen, rückwärts rechts abbiegen und quer Einparken wurde auch noch nicht geübt.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Manfred Gehmlich
      schrieb am Montag, 13. Dezember 2010
    Text

    >
    >Danke für die Antwort. Zu wenig Fahrstunden habe ich nicht. Ich hatte ca. 40 inkl. Sonderfahrten.
    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    Lies bitte das Thema: kein Vertrag, keine Quittung usw.
    ==========================================================================================
    Warum auch immer Dein Fahrlehrer das noch nicht in seinem "Programm" hatte, weiß ich nicht.
    Aber es bestätigt meine Meinung; zu wenige Fahrstunden - noch nicht prüfungsreif!
    Eine gute Fahrschule sucht man sich vorher.
    Gruß Manfred

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      eatapples
      schrieb am Montag, 13. Dezember 2010
    Text
    >Hallo. Ich habe nach nun mittlerweile vielen Fahrstunden immer noch Probleme mit der Gangschaltung.Ich lande manchmal im falschen Gang und dadurch geht der Wagen auch schon mal aus.
    >

    Ganz ehrlich, sowas passiert doch vielen Fahrschülern ständig oder?
    Wenn da jeder direkt auf Automatik umsteigen würde hätten wir ja bald nur noch Automatik Fahrer.
    Ich würde dir raten dranzubleiben und an den Fehlern zu arbeiten.
    Manchmal hilft es auch tatsächlich, die Tipps seines Fahrlehrers zu beherzigen. Auch wenn man das nicht direkt einsieht ;)
    Wo genau liegt denn das Problem?
    Hebelst du aus versehen denn falschen Gang rein oder bist du dir unsicher, welcher Gang zu welcher Geschwindigkeit passt?
    Zu ersterem würde ich dir raten, locker den Schalthebel zu bedienen. Ich bin es am Anfang auch zu verbissen angegangen. Versuchs mal mit Gefühl ;)

    Zum zweiten: Ein richtiges Gefühl für den passenden Gang zur Geschwindigkeit habe ich auch "erst" ca. 10 Stunden vor der Prüfung bekommen.
    Ich finde, dass das eine Frage der Routine ist. Auch wenn ich seit 5 Wochen meinen Lappen habe passiert es manchmal, dass der Gang nicht so ganz passt. Aber es wird besser...werfe ab und zu auch mal einen Blick auf den Drehzahlanzeiger ;)

    Und was heißt denn immer "genug Fahrstunden?" Genug ist, wenn du persönlich prüfungsreif bist. Nicht, wenn irgendeine Zahl auf dem Papier steht.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Crusader
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    >>Hallo. Ich habe nach nun mittlerweile vielen Fahrstunden immer noch Probleme mit der Gangschaltung.Ich lande manchmal im falschen Gang und dadurch geht der Wagen auch schon mal aus.
    >>
    >
    >Ganz ehrlich, sowas passiert doch vielen Fahrschülern ständig oder?
    >Wenn da jeder direkt auf Automatik umsteigen würde hätten wir ja bald nur noch Automatik Fahrer.
    >Ich würde dir raten dranzubleiben und an den Fehlern zu arbeiten.
    >Manchmal hilft es auch tatsächlich, die Tipps seines Fahrlehrers zu beherzigen. Auch wenn man das nicht direkt einsieht ;)
    >Wo genau liegt denn das Problem?
    >Hebelst du aus versehen denn falschen Gang rein oder bist du dir unsicher, welcher Gang zu welcher Geschwindigkeit passt?
    >Zu ersterem würde ich dir raten, locker den Schalthebel zu bedienen. Ich bin es am Anfang auch zu verbissen angegangen. Versuchs mal mit Gefühl ;)
    >
    >Zum zweiten: Ein richtiges Gefühl für den passenden Gang zur Geschwindigkeit habe ich auch "erst" ca. 10 Stunden vor der Prüfung bekommen.
    >Ich finde, dass das eine Frage der Routine ist. Auch wenn ich seit 5 Wochen meinen Lappen habe passiert es manchmal, dass der Gang nicht so ganz passt. Aber es wird besser...werfe ab und zu auch mal einen Blick auf den Drehzahlanzeiger ;)
    >
    >Und was heißt denn immer "genug Fahrstunden?" Genug ist, wenn du persönlich prüfungsreif bist. Nicht, wenn irgendeine Zahl auf dem Papier steht.
    >

    Nein, es ist nicht so, dass ich den falschen Gang zur Geschwindigkeit einlege, jedenfalls nicht gewollt. Im Display wird ja angezeigt wann ich in einen höheren Gang schalten muss. Der Blick auf den Drehzahlmesser entfällt dadurch. Ich lande öfter mal im 4., statt im 2.Gang. Das führt dann zum Abwürgen.

    "hätten wir ja bald nur noch Automatik Fahrer."
    Mich wundert es, dass es in Europa noch nicht der Fall ist. In den USA und Canada fährt man schon seit Jahrzehnten nur noch Automatik. Ich habe in beiden Ländern nie ein anderes Fahrzeug gesehen.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Baylon
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    Automatik-Autos werden sich in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen, da die Nachfrage nach sparsamen Aggregaten zunimmt. Somit sind Hybrid und E-Autos die Zukunft und die haben keine herkömmliche Schaltung mehr. Ich verstehe absolut nicht warum man heute noch mit einem Knüppel Zahnräder verschiebt. Ich finde es absolut überflüssig, veraltet und gefährlich. Stellt euch vor genau während man den 2. Gang einlegt läuft ein Kind (von rechts nach links, zwischen die Autos) auf die Fahrbahn. Mit links dann zu reißen wird schwierig, da der Lenkeinschlag nicht ausreichen wird. Möchte nun wirklich nicht darüber nachdenken wie viele Unfälle alleine durch die Schaltung passiert sind. Zählt mal wie oft ihr bei einer 15-Minütigen Stadtfahrt schaltet. Da kommt einiges zusammen.
    Und wenn einer behauptet Automatik ist uncool der ist z.B. noch keinen Golf R32 mit Direktschaltgetriebe gefahren. Der übrigens dadurch auch noch 1Liter weniger säuft.
    Habe gerade bei mobile.de nach gebrauchten VW Polo mit Automatik gesucht: Ergebnis 435 Treffer. Wie gesagt das nur bei diesem Modell.
    Achja, und ich habe mir früher grundsätzlich keine Autos von Freunden und Verwandten ausgeliehen. Ich hatte viel zu viel schiß es könnte etwas drankommen.

    So, habe fertig!:-)

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      kk145
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    >Automatik-Autos werden sich in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen, da die Nachfrage nach sparsamen Aggregaten zunimmt. Somit sind Hybrid und E-Autos die Zukunft und die haben keine herkömmliche Schaltung mehr.

    Auch wenn Frau Merkel nicht müde wird, den großen Boom bei der E-Mobilität zu beschwören: Noch haben die meisten Fahrzeuge einen ganz gewöhnlichen Verbrennungsmotor und daran wird sich so schnell nichts ändern. Denn auch wenn die Automobilindustrie das gerne hätte, kauft sich nicht jeder alle zwei Jahre einen Neuwagen. Daher beeinflussen Entwicklung bei der Fahrzeugzulassung den gesamten Bestand der Fahrzeuge nur sehr langsam. Selbst wenn ab sofort kein einziges Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zugelassen würde, bliebe uns der aktuelle Bestand noch auf viele Jahre erhalten.

    Ob mit Strom betriebene Fahrzeuge irgendwann in der Zukunft wirklich eine so dominante Rolle einnehmen, weiß auch niemand. Es gibt auch Antriebskonzepte mit nicht-fossilen Brennstoffen.


    Zuletzt: Wer einen Führerschein macht, möchte auch fahren - jetzt, und nicht in ein paar Jahren oder Jahrzehnten. Statt auf zukünftige Entwicklungen zu spekulieren sollte man sich also eher mit seinen tatsächlichen Bedürfnissen auseinandersetzen.


    >Ich verstehe absolut nicht warum man heute noch mit einem Knüppel Zahnräder verschiebt. Ich finde es absolut überflüssig, veraltet und gefährlich. Stellt euch vor genau während man den 2. Gang einlegt läuft ein Kind (von rechts nach links, zwischen die Autos) auf die Fahrbahn. Mit links dann zu reißen wird schwierig, da der Lenkeinschlag nicht ausreichen wird.

    So ist es aber zum Glück nicht:

    1. Bei diesen Geschwindigkeiten (sagen wir mal: unter 50 km/h) ist bremsen besser als ausweichen. Erst bei deutlich höheren Geschwindigkeiten kommt man durch Ausweichen noch an Hindernissen vorbei, für die der Bremsweg nicht gereicht hätte.

    2. Innerorts ist Ausweichen grundsätzlich keine gute Idee. Wohin soll man denn ausweichen? Fußgänger, Radfahrer und andere gefährdete Verkehrsteilnehmer könnten praktisch überall sein - ganz besonders im Ausweichweg.

    3. Bei dieser Art von Gefahr ist Ausweichen keine sinnvolle Lösung. Wie verhält sich das Kind wohl? Womöglich rennt es einfach weiter und damit in meinen Ausweichweg? Sollte ich also nach rechts ausweichen? Dann erwische ich es, falls es zurückläuft oder stehen bleibt.

    Bremsen kann ich auch mit einer Hand am Lenkrad ...


    Die Unfallursache ist außerdem nicht die böse Schaltung sondern die nicht angepasste Geschwindigkeit. Wenn ich das Kind zwischen den Autos nicht rechtzeitig sehen kann, bin ich zu schnell.


    >Möchte nun wirklich nicht darüber nachdenken wie viele Unfälle alleine durch die Schaltung passiert sind.

    Ich würde darüber sehr gerne nachdenken. Ich kenne keinen einzigen.


    >Und wenn einer behauptet Automatik ist uncool der ist z.B. noch keinen Golf R32 mit Direktschaltgetriebe gefahren. Der übrigens dadurch auch noch 1Liter weniger säuft.

    Behaupte ich auch nicht. Aber warum soll ich den Aufpreis für ein Automatikgetriebe zahlen, wenn das Schalten für mich aus Gewohnheit gar keine Belastung darstellt?

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Baylon
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    1. Bei diesen Geschwindigkeiten (sagen wir mal: unter 50 km/h) ist bremsen besser als ausweichen. Erst bei deutlich höheren Geschwindigkeiten kommt man durch Ausweichen noch an Hindernissen vorbei, für die der Bremsweg nicht gereicht hätte.

    Also wenn Du mit 40 auf ein Hindernis zufährst das 15m vor Dir auftritt krachst Du (ohne auszuweichen) rein. Das Kind hätte in diesem Fall garkeine Chance. Alleine mit der Dödelformel der Fahrschule für den Anhalteweg bei Gefahrbremsung kommst Du dann auf 20m. Das Kind hätte es somit (nicht gerade unwahrscheinlich)hinter sich. Da die meisten Fahrzeuge ABS bzw. ABV besitzen (welches ja genau dazu entwickelt wurde)ist also Bremsen und Ausweichen in bestimmten Situationen das einzig Richtige. In anderen Situationen falsch, da der Bremsweg noch ausreichen würde. Bei meinem Beispiel von eben wäre Bremsen und Ausweichen die richtige Lösung(ABS vorausgesetzt).
    Wenn das nun stimmt, frage ich mich wie Du dann noch reagieren willst mit der rechten Hand am Schalthebel?
    Abgesehen davon wird das Ausweichen mit und ohne Abbremsen auch bei der Zweiradausbildung geübt? Warum wohl?!?
    Und die Seitenführungskräfte sind bei Geschwindigkeiten unter 50 mit Sicherheit höher als bei höheren Geschwindigkeiten. Du kommst also nicht schlechter sondern besser als bei höheren Geschwindigkeiten an dem Hindernis vorbei.

    Alles in allem hängt es von der Situation ab. Ich hätte aber gerne im Falle eines Falles lieber beide Hände am Lenkrad.


    Bremsen kann ich auch mit einer Hand am Lenkrad ...

    Bei einer Gefahrbremsung?
    Hmmm...kann ich nicht so gut!

    Wenn ich das Kind zwischen den Autos nicht rechtzeitig sehen kann, bin ich zu schnell.

    Du fährst STÄNDIG mit einem solchen Tempo durch die Stadt, dass du Kinder, die PLÖTZLICH zwischen den Fahrzeugen auf die Fahrbahn laufen noch erkennen kannst und reagieren könntest?
    Respekt! Find ich gut!

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      kk145
      schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2010
    Text
    >Also wenn Du mit 40 auf ein Hindernis zufährst das 15m vor Dir auftritt krachst Du (ohne auszuweichen) rein.

    Richtig. Die Aufprallgeschwindigkeit liegt bei ca. 32 km/h, was selbst für einen Erwachsenen schon für tödliche Verletzungen ausreichen kann. Das sollte man also vermeiden ...


    >Alleine mit der Dödelformel der Fahrschule für den Anhalteweg bei Gefahrbremsung kommst Du dann auf 20m.

    Auch richtig. Hier gibt es aber schon etwas zu beachten: Von diesen 20 m entfallen gerade einmal 8 m auf den Bremsweg und die übrigen 12 m auf den Reaktionsweg. Erst über 60 km/h ist der Bremsweg länger als der Reaktionsweg.

    In deinem Beispiel (Hindernis in 15 m) bleiben also am Ende des Reaktionswegs, den ich ja weder mit Bremsen noch mit Ausweichen verringern kann, gerade einmal 3 m zum Hindernis übrig.


    >Da die meisten Fahrzeuge ABS bzw. ABV besitzen (welches ja genau dazu entwickelt wurde)ist also Bremsen und Ausweichen in bestimmten Situationen das einzig Richtige.

    Ja, in manchen Situationen, aber nicht in deiner. Dazu gleich mehr.

    Das ABS kann auch nicht die Physik aushebeln: Es gibt eine maximale Kraft, die die Reifen auf die Straße übertragen können. Trotz ABS sind Ausweichen und Bremsen nicht völlig unabhängig voneinander. Ausweichen verlängert den Bremsweg, Bremsen verlängert den Ausweichweg.


    >In anderen Situationen falsch, da der Bremsweg noch ausreichen würde.

    Das ist nur ein (wichtiger!) Teil des Problems. Zwei andere Teile habe ich oben schon genannt:

    - Taucht in meinem Ausweichweg ein Hindernis auf, kommt es zu einer Kollision. Das "Hindernis" kann dabei so ziemlich alles sein. Handelt es sich um Gegenverkehr (z.B. eine Gruppe Radfahrer) wird dessen Fahrtgeschwindigkeit zur Aufprallgeschwindigkeit addiert, der Aufprall wird also heftiger, als es der Aufprall auf das ursprüngliche Hindernis gewesen wäre. Man kann schon alleine deshalb den Standpunkt vertreten, dass man innerorts wegen der grundsätzlich schwerer abschätzbaren Verkehrssituation nicht ausweichen sollte.

    - Möglicherweise führt gerade ausweichen zu einem Zusammenstoß mit dem Kind. Die ca. 1,5 Sekunden zwischen Sichtkontakt und Aufprall genügen auch bei von einem Kind erreichbaren Geschwindigkeiten, um deine ganze Fahrzeugbreite zu passieren. Daher meine Frage von oben: Wohin willst du ausweichen? Wo wird das Kind in den 1,5 Sekunden hinlaufen?


    >Bei meinem Beispiel von eben wäre Bremsen und Ausweichen die richtige Lösung(ABS vorausgesetzt).

    Frage: Wie weit kommst du eigentlich von deiner ursprünglichen Fahrlinie weg?

    Die Frage ist schwer, weil sie von sehr vielen Faktoren abhängt und auch viel Rechnerei erfordert. Ich versuche es so darzustellen, dass es mit Schulkenntnissen noch verständlich ist:

    - Wieviel Zeit bleibt bis zum Aufprall? Fährt man unverändert gerade weiter, ist es 1/3 Sekunde. Durch das Einschlagen des Lenkrads und die damit verbunde Änderung der Fahrtrichtung verlängert sich aber der Weg zum Hindernis, außerdem wolltest du noch bremsen. Ich rechne hier einmal mit insgesamt 0,5 Sekunden. Das ist aber schon recht großzügig, praktisch dürfte dieser Effekt hier gar nicht ins Gewicht fallen.

    - Welche Querbeschleunigung ist erreichbar? Ein "normaler" PKW kann Querbeschleunigungen etwa um 6-7 m/s² erreichen, ein Sportwagen vielleicht auch etwas mehr. Die Tatsache, dass in einer halben Sekunde kein voller Lenkeinschlag erreichbar ist (egal mit wievielen Händen) und dass folglich dieser Wert nicht einmal gegen Ende des Manövers erreicht wird, vernachlässige ich einmal komplett.

    - Jetzt kannst du mit der bekannten Formel für gleichmäßig beschleunigte Bewegung (s = 1/2 at²) ausrechnen, dass man unter diesen Annahmen gerade einmal 87,5 cm ausweichen kann.


    Realistisch - also ohne die ganzen vereinfachenden Annahmen - sind vielleicht 30 cm. Das spielt aber eigentlich schon gar keine Rolle mehr. Die knapp 90 cm sind schon zu wenig, um einen Aufprall sicher zu vermeiden.


    >Wenn das nun stimmt, frage ich mich wie Du dann noch reagieren willst mit der rechten Hand am Schalthebel?

    Gar nicht, der Zug ist abgefahren. Läuft das Kind auch nur einen Schritt weit in meine Fahrlinie, ist ein Zusammenstoß in deinem Szenario durch den Fahrer nicht mehr zu verhindern.


    >Du fährst STÄNDIG mit einem solchen Tempo durch die Stadt, dass du Kinder, die PLÖTZLICH zwischen den Fahrzeugen auf die Fahrbahn laufen noch erkennen kannst und reagieren könntest?
    >Respekt! Find ich gut!

    So schwer ist das gar nicht. Zunächst einmal bin ich mir bewusst, an welchem Punkt ich bei einer Gefahrbremsung zum stehen kommen werde, d.h. ich stelle mir den Anhalteweg, den ich vor mir "schiebe" vor. Das grenzt den Bereich am Straßenrand, den ich beobachten muss, schon erheblich ein.

    Der Rest ist gute Beobachtung und ein ausreichender Seitenabstand zu parkenden Fahrzeugen - in diesen Seitenabstand kann ein Kind z.B. völlig gefahrlos laufen während ich schon reagieren kann.


    >Und die Seitenführungskräfte sind bei Geschwindigkeiten unter 50 mit Sicherheit höher als bei höheren Geschwindigkeiten. Du kommst also nicht schlechter sondern besser als bei höheren Geschwindigkeiten an dem Hindernis vorbei.

    Die (erreichbaren) Kräfte sind immer gleich. Der Anhalteweg wächst aber schneller als der Ausweichweg (das liegt hauptsächlich an dem sehr schnell wachsenden Bremsweg) und ist daher ab einer bestimmten Geschwindigkeit länger. Welche Geschwindigkeit das genau ist, ist eine wirklich komplexe Frage.


    >Bremsen kann ich auch mit einer Hand am Lenkrad ...
    >
    >Bei einer Gefahrbremsung?
    >Hmmm...kann ich nicht so gut!

    Du musst praktisch keine Kraft aufwenden. Wo ist das Problem?


    >Abgesehen davon wird das Ausweichen mit und ohne Abbremsen auch bei der Zweiradausbildung geübt? Warum wohl?!?

    Zunächst einmal erfordern Ausweichmanöver auf dem Motorrad eine andere Technik (drücken) als eine Kurve bei normaler Fahrt (legen). Das muss geübt werden. Im Auto ist das anders: Lenkrad drehen, fertig.

    Ausweichen nach Abbremsen ist noch komplizierter, da die Bremse vor dem Ausweichen gelöst werden muss (auch mit ABS) und dieses Lösen muss erst recht geübt werden, da sonst niemand in einer (vermeintlichen) Gefahrensituation auf die Idee kommt, die Bremse wieder zu lösen.

    Soweit nur ein ganz dünner Anriss, warum das in der Kradausbildung geübt wird. In der Situation bei "Ausweichen nach Abbremsen" könnte man übrigens vor dem Hindernis auch bis zum Stillstand abbremsen, die Aufgabe ist so gesehen also "sinnlos". Die Aufgaben sollen bestimmte Verhaltensweisen schulen und erheben insbesondere bzgl. der Fahrgeschwindigkeit keinen Anspruch auf besondere Realitätsnähe. Für Ausweichen bei 100 km/h findet sich aber praktisch kein guter Übungsplatz und bei einem Sturz wird sich der Schüler schwerer verletzen ...


    Falls du dich zum Thema "Ausweichen oder Bremsen" bei Zweirädern etwas einlesen möchtest:

    http://www.fahrtipps.de/motorrad/bremsen-ausweichen.php

    Beachte aber die starken Einschränkungen, unter denen die dort genannten Zahlen gelten - besonders den vorletzten Absatz.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Manfred Gehmlich
      schrieb am Mittwoch, 15. Dezember 2010
    Text
    In der Situation bei "Ausweichen nach Abbremsen" könnte man übrigens vor dem Hindernis auch bis zum Stillstand abbremsen, die Aufgabe ist so gesehen also "sinnlos".
    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
    So gesehen ja. Das ist wohl wahr.
    Darauf ist letztens die Katja Poensgen (ehemalige Motorradrennfahrerin auf den letzten Plätzen) im Fernsehen (Polo - das Motorradmagazin) auch gekommen nachdem ihr so ein "Spezialist" vom ADAC gezeigt hat, dass er vor den Kegeln runterbremsen kann bis zum Stillstand. Und damit dieses Element doch total sinnlos ist und die Fahrlehrer ihren Schülern nur falsches Zeug beibringen.
    Gruß Manfred

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Crusader
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    >Automatik-Autos werden sich in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen, da die Nachfrage nach sparsamen Aggregaten zunimmt. Somit sind Hybrid und E-Autos die Zukunft und die haben keine herkömmliche Schaltung mehr. Ich verstehe absolut nicht warum man heute noch mit einem Knüppel Zahnräder verschiebt. Ich finde es absolut überflüssig, veraltet und gefährlich. Stellt euch vor genau während man den 2. Gang einlegt läuft ein Kind (von rechts nach links, zwischen die Autos) auf die Fahrbahn. Mit links dann zu reißen wird schwierig, da der Lenkeinschlag nicht ausreichen wird. Möchte nun wirklich nicht darüber nachdenken wie viele Unfälle alleine durch die Schaltung passiert sind. Zählt mal wie oft ihr bei einer 15-Minütigen Stadtfahrt schaltet. Da kommt einiges zusammen.
    >Und wenn einer behauptet Automatik ist uncool der ist z.B. noch keinen Golf R32 mit Direktschaltgetriebe gefahren. Der übrigens dadurch auch noch 1Liter weniger säuft.
    >Habe gerade bei mobile.de nach gebrauchten VW Polo mit Automatik gesucht: Ergebnis 435 Treffer. Wie gesagt das nur bei diesem Modell.
    >Achja, und ich habe mir früher grundsätzlich keine Autos von Freunden und Verwandten ausgeliehen. Ich hatte viel zu viel schiß es könnte etwas drankommen.
    >
    >So, habe fertig!:-)
    >

    @Baylon: Ich stimme Dir zu 100% zu. Ich hatte schon mal im Ausland gelebt und bin dort mit einer learners licence Automatik gefahren. Ein Traum!
    Man kann sich viel besser auf alles andere konzentrieren und hat auch mehr Fußfreiheit.
    Hatte heute übrigens wieder Fahrstunde. Nur 1x abgewürgt, nur 1x falscher Gang. Dennoch - selbst wenn ich die Prüfung mit manueller Schaltung mache und bestehe, werde ich mit ein Automatik-Auto kaufen (erstmal gebraucht).

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      Joe27
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    >Automatik-Autos werden sich in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen,

    Das ist völlig egal, darum geht's überhaupt nicht.

    In Deutschland lernt man entweder auf Schalter-Pkw und darf dann alle Pkw fahren oder man lernt aufm Automaten und bekommt die Fahrerlaubnis eingeschränkt. Fertig aus.

    In Industrieländern außerhalb der EU lernt man auf Automaten und darf dann alle Pkw (und meist auch noch Motorräder) fahren, inkl. Schalter.

    Scheint kein so großes Problem zu sein. Auch der vielzitierte Ami kauft sich auch schon mal einen Schalter und hat es nach ein paar km ohne großes Gewese drauf. Es ist auch nicht schwer, wenn man den Rest schon kann, allerdings verdient dann kein Fahrlehrer was dran. ;-)

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: Re: Automatik-Führerschein
    Autor
      kk145
      schrieb am Dienstag, 14. Dezember 2010
    Text
    >Ich lande öfter mal im 4., statt im 2.Gang. Das führt dann zum Abwürgen.

    Das lässt sich mit mehr Sorgfalt beim Schalten lösen. Also am Schalthebel nicht irgendwie wild herumreißen sondern mit wenig Kraftaufwand (zwei Finger reichen aus) langsam (schnell wird es später von alleine) in die gewünschte Richtung ziehen oder schieben.

    Speziell der 2. Gang lässt sich natürlich noch leichter finden - unterhablb des linken Anschlags des Schalthebels.

    Auf den Beitrag antworten


Lernen Sie mit dem Online-Lernsystem ab 5,99 € online und mobil für die Theorieprüfung!
Hier klicken!
Fahrschule.de Führerschein 2020 Logo

Fahrschule.de 2021

Theorie-App für alle
Führerscheinklassen.

Laden im Apple App Store Logo
Jetzt bei Google Play laden Logo
erhältlich bei amazon appstore Logo
Fahrschule.de Führerschein Lite Logo

Fahrschule.de Lite

Die kostenlose
Testversion der App
Fahrschule.de 2021

Laden im Apple App Store Logo
Jetzt bei Google Play laden Logo