3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?

  • 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
     Daedalus
      schrieb am Samstag, 30. März 2013
    Hallo liebes Fahrschulforum,

    ich bin jetzt 18 Jahre alt und mittlerweile schon drei mal durch die praktische Fahrprüfung gefallen. Die Gründe dafür waren:

    1. Prüfung: unsichere Fahrweise, am Anfang bei Hindernis mit entgegenkommendem Verkehr zu spät gewartet, Tempo-30-Schild übersehen
    2. Prüfung: Fußgänger beim Rechtsabbiegen gefährdet, an einer Kreuzung Vorfahrt nicht beachtet
    3. Püfung: beim Linksabbiegen durchgezogene Linie überfahren

    Die Theorieprüfung dagegen war ein absoluter Witz. Nach 5 Minuten fertig, 0 Fehler, der Prüfer hat mich anschließend beglückwünscht und weg.
    Vor der ersten Prüfung hatte ich ca. 50 Fahrstunden und bin dann immer die 2 Pflichtfahrstunden dazwischen gefahren.

    Meine Fahrlehrerin meint, dass mein Scheitern nicht an groben Fahrfehlern läge, sondern an meiner Wahrnehmung und Reaktion auf neue Situationen. Sie stelle sich das auch so vor, als wenn ich einen Tunnelblick in manchen Momenten hätte. Helfen kann Sie mir dabei aber nicht, meint sie.
    Nach der ersten Fahrprüfung hab ich selbst gemerkt, dass ich fahrtechnisch einfach noch nicht reif genug war, weil mir die Fahrt selbst wie absoluter Horror vorkam und ich komplett verunsichert war. Selbst wenn ich bestanden hätte, hätte ich mich nicht mehr (als Fahrer) in ein Auto gesetzt.
    Die Prüfungen danach empfand ich dann mehr als Pech, aber ich würde gerne die genauen Faktoren wissen, die zum Nichtbestehen geführt haben. Das mit den Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsproblemen kann gut hinkommen - eine Psychologin sagte vor Jahren zu mir, dass ich ADS habe. Das ist aber keine gesicherte Diagnose. Dennoch würde ich deswegen ungern eine Therapie anfangen und mich mit Psychopharmaka vollstopfen lassen, zumal ich im Alltag sonst keine größeren Schwierigkeiten damit habe.

    Wegen all dieser Dinge komme ich mir nun vor wie der größte ... auf Erden. Und es kostet alles eine Unmenge Geld.

    So frage ich euch nun: habt Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt? Habt Ihr trotzdem euren Führerschein bekommen und wenn ja, was habt ihr dafür getan bzw. was ratet Ihr mir?

    Geeignete Übungsplätze für Fahranfänger kommen schonmal nicht in Frage, da das ja mehr die Fahrzeugbedienung übt (mit dem Auto kann ich schon gut umgehen, aber mit dem Straßenverkehr nicht - insobesondere Stadt) und meine Mutter keine Zeit dafür hat, mit mir zu sowas zu fahren.
    Ich dachte da mehr an einen Intensiv-Kurs, gerne auch mit einem Fahrschulwechsel verbunden (Wie teuer wäre ein Wechsel?), da ich zur Zeit Abiturient bin und demnächst ein Studium beginnen möchte und daher nach den Abiklausuren sehr viel Überbrückungszeit habe. Ich bin mir aber noch unsicher, ob ich das wirklich machen soll.
    Auch wenn meine Theorieprüfung leider in 2-3 Wochen abläuft, habe ich keine Lust, mir wegen sonem ... (Was soll davon der Sinn überhaupt sein?) auch noch zusätzlichen Stress zu bereiten. Zwar darf ich dann wieder 3 Stunden meines Lebens für nix opfern, aber die Theorie ist ja zum Glück sehr einfach und nicht sehr teuer. ;-)

    So, jetzt habe ich mir meinen Frust endlich mal von der Seele geredet und ich freue mich auf Antworten von euch! :-)
  • Thema
    Re: 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      kk145
      schrieb am Sonntag, 31. März 2013
    Text
    >Die Theorieprüfung dagegen war ein absoluter Witz.

    Auch wenn es dir selbst klar sein dürfte: Theorie und Praxis sind völlig verschieden. Dass du mit dem einen keine Probleme hast, erlaubt keine Rückschlüsse auf das andere.


    >Helfen kann Sie mir dabei aber nicht, meint sie.

    Ehrlichkeit finde ich immer gut. Die logische Schlussfolgerung daraus wäre dann, dass du zu einem anderen FL wechselst. Ist das innerhalb deiner Fahrschule möglich? Da ich nirgends lese, dass du mit Fahrschule an sich unzufrieden wärst, wäre das ein einfacher erster Schritt. Sollte das nicht möglich sein, wechsle die Fahrschule. Ein neuer FL muss noch nicht einmal unbedingt "besser" sein, manchmal genügt ein etwas anderes Vorgehen schon völlig.


    >Die Prüfungen danach empfand ich dann mehr als Pech, aber ich würde gerne die genauen Faktoren wissen, die zum Nichtbestehen geführt haben.

    Ich bin mir fast sicher, dass der Fußgänger das etwas anders formulieren würde ...

    Eine kritische Einstellung dir selbst gegenüber ist die Grundlage für erfolgreiches Lernen. Ob du in der Lage bist, 45 Minuten lang die Vorfahrts-/Vorrangregeln einzuhalten, sollte doch keine Frage von Glück und Pech sein, oder?


    >Das mit den Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsproblemen kann gut hinkommen - eine Psychologin sagte vor Jahren zu mir, dass ich ADS habe. Das ist aber keine gesicherte Diagnose. Dennoch würde ich deswegen ungern eine Therapie anfangen und mich mit Psychopharmaka vollstopfen lassen, zumal ich im Alltag sonst keine größeren Schwierigkeiten damit habe.

    Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, mit denen die Betroffenen zwar im Alltag ganz hervorragend klarkommen, die die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen aber ausschließen. Das ist also kein gutes (aber trotzdem ein beliebtes) Argument.

    Auch wenn ich deine Bedenken bezüglich einer Therapie verstehen kann, wäre es doch zumindest hilfreich, wenigsten eine nähere Diagnose zu haben. Davon würde ich dann abhängig machen, ob eine weitere Ausbildung sinnvoll (weil erfolgreich) sein kann oder ob das Problem auf einer anderen Ebene liegt.


    >was ratet Ihr mir?

    Du hast schon eine Menge in den Führerschein investiert und daher würde ich jetzt nicht einfach aufgeben. Vor dem nächsten Prüfungsversuch würde ich aber unbedingt erst einmal sorgfältig überlegen, welche Maßnahmen weitere Fehlversuche verhindern können. Das ist ersten billiger und schont zweitens deine Nerven.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      Wolfe(FL)
      schrieb am Sonntag, 31. März 2013
    Text
    >Hallo liebes Fahrschulforum,

    Hi,

    >
    >ich bin jetzt 18 Jahre alt und mittlerweile schon drei mal durch die praktische Fahrprüfung gefallen.

    Das passiert leider immer wieder mal.

    >Die Gründe dafür waren:
    >
    >1. Prüfung: unsichere Fahrweise, am Anfang bei Hindernis mit entgegenkommendem Verkehr zu spät gewartet, Tempo-30-Schild übersehen
    >2. Prüfung: Fußgänger beim Rechtsabbiegen gefährdet, an einer Kreuzung Vorfahrt nicht beachtet
    >3. Püfung: beim Linksabbiegen durchgezogene Linie überfahren
    >

    Kann Aufragung, kann mangelde Übung, kann Nervosität sein.
    Im Allgemeinen ne Mischung aus allem.

    >Die Theorieprüfung dagegen war ein absoluter Witz. Nach 5 Minuten fertig, 0 Fehler, der Prüfer hat mich anschließend beglückwünscht und weg.

    Theo fällt vielen leichter.

    >Vor der ersten Prüfung hatte ich ca. 50 Fahrstunden und bin dann immer die 2 Pflichtfahrstunden dazwischen gefahren.

    Kann reichen, muss nicht.
    Die Stundenanzahl vorher ist leicht über dem allgemeinen Durchschnitt, aber noch nix besonders ungewöhnliches.

    >
    >Meine Fahrlehrerin meint, dass mein Scheitern nicht an groben Fahrfehlern läge, sondern an meiner Wahrnehmung und Reaktion auf neue Situationen. Sie stelle sich das auch so vor, als wenn ich einen Tunnelblick in manchen Momenten hätte. Helfen kann Sie mir dabei aber nicht, meint sie.

    Über üben üben

    >Nach der ersten Fahrprüfung hab ich selbst gemerkt, dass ich fahrtechnisch einfach noch nicht reif genug war, weil mir die Fahrt selbst wie absoluter Horror vorkam und ich komplett verunsichert war. Selbst wenn ich bestanden hätte, hätte ich mich nicht mehr (als Fahrer) in ein Auto gesetzt.

    Gute Eigeneinschätzung dann, aber leider zu spät. HAst Du auf die Prüfung gedrängt oder meinte deine FLin dass es soweit wäre?

    >Die Prüfungen danach empfand ich dann mehr als Pech, aber ich würde gerne die genauen Faktoren wissen, die zum Nichtbestehen geführt haben.

    Die Gründe stehen ja auf deinem Prüfprotokoll, warum das passiert ist musst du bzw deine FLin ergründen. da war sonst keiner dabei.


    >Wegen all dieser Dinge komme ich mir nun vor wie der größte ... auf Erden. Und es kostet alles eine Unmenge Geld.

    Das Erste red dir nicht ein, sowas passiert.
    Das hat auch nix mit Dummheit zu tun.
    Ich hatte schon hochintelligente Proffesoren, die die Koordination nicht hinbekommen haben, weil sie zu viel dachten :)

    >
    >So frage ich euch nun: habt Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt? Habt Ihr trotzdem euren Führerschein bekommen und wenn ja, was habt ihr dafür getan bzw. was ratet Ihr mir?

    Erstmal dir nicht einreden dass zu zu doof dafür bist.
    Zum anderen dir nicht selber Druck aufbauen: ich MUSS


    >Ich dachte da mehr an einen Intensiv-Kurs, gerne auch mit einem Fahrschulwechsel verbunden (Wie teuer wäre ein Wechsel?), da ich zur Zeit Abiturient bin und demnächst ein Studium beginnen möchte und daher nach den Abiklausuren sehr viel Überbrückungszeit habe.

    Wechsel kostet dich fast nix, da du ja Theo und alle SoFas hast.
    Verstehst du dich mit deiner Flin gut?

    Weil wenn ja, warum dann wechseln, wenn sie Geduld mit dir hat.
    Du kennst sie, sie kennt dich.

    Intensivkurs kannst auch mit ihr dann machen!

    >Auch wenn meine Theorieprüfung leider in 2-3 Wochen abläuft, habe ich keine Lust, mir wegen sonem ... (Was soll davon der Sinn überhaupt sein?) auch noch zusätzlichen Stress zu bereiten.

    Es gibt halt ne Frist, dass innerhalb von 12Monaten der Antrag abläuft.

    Wenn deine Theo ausläuft, musst d u nen neuen Antrag stellen. Sobald der wieder genehmigt ist, musst du lediglich die Theorieprüfung neu ablegen, keine Sonderfahrten erneut machen, das gilt alles noch.

    Also bevor du dir da jetzt Druck machst, ich muss das vor Ablauf schaffen, lass verfallen, mach Theoprüfung neu und geh mit ruhigem Kopf ran.


    >Zwar darf ich<

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  • Thema
    Re: 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      Balto86
      schrieb am Sonntag, 31. März 2013
    Text
    Schönen guten Tag Daedalus,

    zunächst einmal haben Wolfe und kk145 ja schon sehr viel Gutes geschrieben - ich sehe es ganz genausi, dass eine oder auch mehrere nicht bestandene Fahrprüfungen haben nichts mit Intelligenz zu tun - deswegen ist man weder dumm noch irgendwie ein schlechterer Mensch oder dergleichen :)

    Was mich persönlich jetzt noch interessiert, ist das Folgende:

    Du schreibst als Hauptursache für das Nicht-Bestehen in den Prüfungen von Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen, die vor allem im Bereich von Vorrang- und Vorfahrtsituationen (Hindernisse mit Gegenverkehr; Abbiegesituationen; Vorfahrtsituationen) aufzutreten scheinen.

    1. Wie sieht es denn in deinen Fahrstunden mit dem Erkennen und richtigen Reagieren auf solche Situationen aus? Erkennst du dort bspw. die geltenden Vorfahrtregeln zuverlässig selbst oder inwiefern bedarf es dazu Hinweisen deiner Fahrlererin? Wenn du sie selbstständig erkennst, wann erkennst du sie? Dies wäre in meinen Augen hilfreich zu wissen, um zu klären, ob dieses Problem auf Schwierigkeiten in der Prüfungssituation zurückzuführen ist oder nicht.

    2. Du schreibst, dass deine Fahrlehrerin von einem Tunnelblick deinerseits schreibt - ein Phänomen, dass vermutlich schon jeder Fahrlehrer bei Fahrschülern erlebt hat...
    Auch hier würde ich gerne wissen, inwiefern es damit in den Fahrstunden aussieht - kommt es häufiger vor, dass dich deine Fahrlehrerin auf Situationen aufmerksam macht und dir sagt, wie du reagieren sollst? Erkennst du die Situationen (auch hier ist wieder interessant zu erfahren, wann du sie erkennst) rechtzeitig und es fehlt nur die passende Reaktion?
    Im Zusammenhang damit: Wie oft kommt es vor, dass du während der Fahrt von Situationen überrascht wirst? Plötzlich ist am Zebrastreifen ein Fußgänger da, beim Abbiegen taucht aus dem Nichts ein Radfahrer auf, Straßen mit Verbotsschildern üben eine magische Anziehungskraft aus ;)

    3. Das meiner Erfahrung nach Wichtigste, um an dem beschriebenen Tunnelblick zu arbeiten, ist zunächst das frühzeitige Orientieren/Gucken (Stichwort Kopf drehen, womit jetzt keine Kontrolle des toten Winkels gemeint ist ^^), um Situationen frühzeitig zu erkennen.
    Da du ja in der Theorie wenig Probleme gehabt zu haben scheinst, weist du in vielen Situationen vermutlich, worauf es ankommt - jetzt geht es darum, in der Praxis diese Fertigkeit zu optimieren.
    Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten mit und ohne Fahrlehrer - eine mit Fahrlehrer ist die Methode des kommentierenden Fahrens, die ich persönlich mit meinen Fahrschülern immer stufenmäßig steigere - inwiefern ist diese bisher in deiner Ausbildung angewendet worden?

    Ich würde mich über Antworten freuen ^^
    Vielen Dank und noch ein schönes Osterfest :)

    Viele Grüße

    Balto86

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      Daedalus
      schrieb am Dienstag, 2. April 2013
    Text
    Mir ist schon klar, dass Autofahren nichts mit Intelligenz zu tun hat. Man neigt nach mehrmaliger Niederlage automatisch zu einer defätistischen Haltung, wenn man bisher immer alles geschafft hat.
    Vielmehr vermute ich, dass Autofahren mit sportlichen Fähigkeiten korrespondiert. Der Straßenverkehr bedarf eines hohes Geschicks, Aufmerksamkeit und Koordinationsfähigkeit und auf man muss sich an verschiedene Situationen spontan anpassen und entsprechend ohne Fehler reagieren. Leider bin ich und war schon immer in Sport eine absolute Niete...


    >Da ich nirgends lese, dass du mit Fahrschule an sich unzufrieden wärst, wäre das ein einfacher erster Schritt. Sollte das nicht möglich sein, wechsle die Fahrschule. Ein neuer FL muss noch nicht einmal unbedingt "besser" sein, manchmal genügt ein etwas anderes Vorgehen schon völlig.

    Es hat zwar Spaß gemacht, aber wirklich zufrieden bin ich mit meiner derzeitigen Fahrschule irgendwie nicht. Auch fand ich es nicht so geil, als sie mich so bei der ca. 10ten Fahrstunde angeschrien und mich als Psychotiker und Gefahr für die Allgemeinheit beschimpft hat. Man hat es mir danach sogar noch am Gesichtsausdruck in der Fahrschule angemerkt.


    >Du hast schon eine Menge in den Führerschein investiert und daher würde ich jetzt nicht einfach aufgeben. Vor dem nächsten Prüfungsversuch würde ich aber unbedingt erst einmal sorgfältig überlegen, welche Maßnahmen weitere Fehlversuche verhindern können. Das ist ersten billiger und schont zweitens deine Nerven.

    Genau das war einer der Kernaussagen meines Posts und Frage zugleich. Ich möchte wissen, was ich tun kann, weil es mir derzeit ein Rätsel ist.


    >HAst Du auf die Prüfung gedrängt oder meinte deine FLin dass es soweit wäre?

    Meine Fahrlehrerin meinte, dass die Zeit reif sei.


    >Verstehst du dich mit deiner Flin gut?

    Verstehen tu ich mich mit ihr (bis auf obige Ausnahme) soweit gut. Allerdings besitzen wir nicht die gleiche Wellenlänge und außerdem meinte sie ja selbst, dass sie mir nicht mehr helfen kann.


    >Weil wenn ja, warum dann wechseln, wenn sie Geduld mit dir hat.
    >Du kennst sie, sie kennt dich.

    Weil es auf jedem Gebiet Koryphäen gibt oder solche, die sich dem annähern und s. kk145's Antwort.


    Jetzt zu Balt86's Post:


    1. Mehr oder weniger. Es gibt manchmal Situationen, in denen mich meine Fahrlehrerin aufmerksam macht, was es zu beachten gilt.
    Es kommt auch vor, dass ich oft nicht weiß, wie schnell ich nun genau fahren darf, weil ich kein Schild o.ä. gesehen habe oder es übersehen haben könnte. Meist muss man sich zum Glück in der Stadt nur zwischen 30 und 50 entscheiden und die Geschwindigkeit situationsgerecht drosseln.
    Noch ein interessanter Fakt ist, dass wir mal im Theorieunterricht in einem Video zählen sollten, wie viele Schilder wir finden. Es waren 46 und ich habe nur 20 gezählt. o.O
    Wenigstens gab es noch andere, die nicht genau hingeschaut haben, sodass es nicht ganz so peinlich war.


    2. Wenn ich reagiere und dabei etwas falsch mache, dann habe ich oft das Gefühl, etwas zu früh oder auch zu spät zu tun und ich zögere die Reaktion künstlich oder durch meine lange Überlegung hinaus, bis es eben halt schon oft sehr knapp wird. Auch beim seitwärts einparken kann ich vergleichsweise schlecht einschätzen, wann nun der Punkt kommt, wo ich rechts einlenken soll und unter welchem Winkel ich nach links umschlagen muss. Trotz Erklärungen.
    Wirkliche Überraschungen kamen schon vor, sind aber eher selten. Ich schaffs manchmal sogar "Einfahrt verboten" zu ignorieren.
    Wie ich sowas schaffe, weiß ich allerdings selbst nicht.

    Was mich permanent ein wenig begleitet, ist die Angst, etwas übersehen zu haben bzw. falsch zu reagieren. Wird sie bewusst, wird Autofahren zum Horror, ist sie das nicht, versteh ich nicht, warum ich was genau mache.
    Es ist aber keine generelle Angst vorm Autofahren. Es steht jetzt in etwas dramat

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      FrediAnn
      schrieb am Dienstag, 2. April 2013
    Text


    >1. Mehr oder weniger. Es gibt manchmal Situationen, in denen mich meine Fahrlehrerin aufmerksam macht, was es zu beachten gilt.
    >Es kommt auch vor, dass ich oft nicht weiß, wie schnell ich nun genau fahren darf, weil ich kein Schild o.ä. gesehen habe oder es übersehen haben könnte. Meist muss man sich zum Glück in der Stadt nur zwischen 30 und 50 entscheiden und die Geschwindigkeit situationsgerecht drosseln.
    >Noch ein interessanter Fakt ist, dass wir mal im Theorieunterricht in einem Video zählen sollten, wie viele Schilder wir finden. Es waren 46 und ich habe nur 20 gezählt. o.O
    >Wenigstens gab es noch andere, die nicht genau hingeschaut haben, sodass es nicht ganz so peinlich war.
    >
    >
    >2. Wenn ich reagiere und dabei etwas falsch mache, dann habe ich oft das Gefühl, etwas zu früh oder auch zu spät zu tun und ich zögere die Reaktion künstlich oder durch meine lange Überlegung hinaus, bis es eben halt schon oft sehr knapp wird. Auch beim seitwärts einparken kann ich vergleichsweise schlecht einschätzen, wann nun der Punkt kommt, wo ich rechts einlenken soll und unter welchem Winkel ich nach links umschlagen muss. Trotz Erklärungen.
    >Wirkliche Überraschungen kamen schon vor, sind aber eher selten. Ich schaffs manchmal sogar "Einfahrt verboten" zu ignorieren.
    >Wie ich sowas schaffe, weiß ich allerdings selbst nicht.
    >
    >Was mich permanent ein wenig begleitet, ist die Angst, etwas übersehen zu haben bzw. falsch zu reagieren. Wird sie bewusst, wird Autofahren zum Horror, ist sie das nicht, versteh ich nicht, warum ich was genau mache.
    >Es ist aber keine generelle Angst vorm Autofahren. Es steht jetzt in etwas dramatischerer Form geschrieben, wie es wirklich ist.
    >
    >
    >3. Was genau verstehst du unter "kommentierendes Fahren"? Darunter kann ich mir jetzt viel vorstellen.

    Och,Geschwindigkeitsbegrenzungen zu Übersehen, habe ich auch öfters hinbekommen. Besonders wenn ich mit dem Fahrschulchef gefahren bin.
    (irgendwie kam ich mit ihm während der Fahrstunden nicht zurecht. dabei war er immer sehr nett, aber kaum habe ich dessen Auto betreten, ging alles schief. [Ich muss aber auch sagen, das ich sein Auto gehasst habe. das ist ne alte Zicke. Alles voller Technik. Eben n Golf 6, Statt ein Golf 5 auf dem ich normalerweise gelernt habe])

    Seitwärts Einparken. Kann ich besser als Vorwärts, oder Rückwärts.(Ist aber mist, wenn man keine Servolenkung hat) Aber das fällt glaube ich jedem Fahrschüler schwer. Bei mir ist es so, das es Komischer weise am besten funktioniert, wenn ich mich nur darauf konzentriere nirgendwo drauf zu fahren, als gut zustehen. dann steht mein Kleines Auto wie eine 1 in der Parklücke.Das solltest du aber nicht nachmachen.
    (Nach dem Rückwärts Einparken in der Prüfung meinte der Prüfer, ich solle mal Durchatmen. Mein Fahrlehrer war n Bisschen blass, weil ich während des Einparkens das Atmen vergessen hatte,nur nach jedem versuch geatmet hatte.)

    Das Übersehen von Schildern kommt meist durch einen Tunnelblick,den Fahrschüler gerne bekommen,oder durch den Schilderwald. Wenn zu viele Informationen an einer Stelle stehen. (Das Darf auch nicht vergessen werden)

    Mal ein Paar kleine Geschichten, die ich falsch gemacht habe:

    - Fuhr in eine Straße ein, und Blieb stehen,weil dort ein einfahrt verboten Schild stand. Habe mich am Kopf gekratzt, und wusste nicht weiter, bis mich der Fahrschulchef fragte, warum ich nicht weiterfuhr. Als ich ihm das Sagte, lachte er, und zeigte auf die Straße, die nach Recht verlief. Ich brauchte nur Abzubiegen.

    - Fahrlehrer sagt ich soll Rechts abbiegen.
    Ordne mich ordentlich ein, Blinke auch, und Biege ab.
    Aber nach Links

    - Sollte nach Links Abbiegen,biege aber nach rechts ab. So kam es zu meiner 1. Schnellstraßenfahrt und das Unfreiwillig (für mich und FL)

    - Fahrlehrer sagt, ich soll abbiegen. Beachte rechts vor links, und vergesse das Abbiegen.

    Auf den Beitrag antworten

  • Thema
    Re: Re: 3x durchgefallen beim Führerschein Kl. B - was nun?
    Autor
      Balto86
      schrieb am Dienstag, 2. April 2013
    Text
    Hallo Daedalus,

    vielen Dank erstmal für deine weiteren Ausführungen, auf die ich gerne näher eingehen möchte:

    >Mir ist schon klar, dass Autofahren nichts mit Intelligenz zu tun hat. Man neigt nach mehrmaliger Niederlage automatisch zu einer defätistischen Haltung, wenn man bisher immer alles geschafft hat.

    Das kann ich sehr gut nachvollziehen - ich hatte früher selber eine ähnliche Einstellung und habe einiges an Zeit und Mühen gebraucht, diese zu verändern. Allerdings gehören Niederlagen und der Umgang damit zum Leben dazu und ich erachte sie als sehr wichtige Momente - es macht einen menschlich, dass einem nicht alles zufliegt und oftmals kann man mit dem Willen, etwas erreichen zu wollen und konsequentem Arbeiten sehr viel erreichen, was einem vorher vielleicht unerreichbar erschien.


    >Vielmehr vermute ich, dass Autofahren mit sportlichen Fähigkeiten korrespondiert. Der Straßenverkehr bedarf eines hohes Geschicks, Aufmerksamkeit und Koordinationsfähigkeit und auf man muss sich an verschiedene Situationen spontan anpassen und entsprechend ohne Fehler reagieren. Leider bin ich und war schon immer in Sport eine absolute Niete...

    In gewisser Art und Weise passt der Vergleich, da man bei vielen Sportarten solche Situationen trainieren kann - somit ist Sport mit Sicherheit eine gute Hilfe, um diese Aspekte zu schulen, allerdings ist es auch nicht das einzige Mittel - ich kenne auch Leute, die eher weniger sportlich sind, aber trotzdem gute Autofahrer und umgekehrt ;)


    >Es hat zwar Spaß gemacht, aber wirklich zufrieden bin ich mit meiner derzeitigen Fahrschule irgendwie nicht. Auch fand ich es nicht so geil, als sie mich so bei der ca. 10ten Fahrstunde angeschrien und mich als Psychotiker und Gefahr für die Allgemeinheit beschimpft hat. Man hat es mir danach sogar noch am Gesichtsausdruck in der Fahrschule angemerkt.

    Das finde ich persönlich schon krass... o.O


    >Genau das war einer der Kernaussagen meines Posts und Frage zugleich. Ich möchte wissen, was ich tun kann, weil es mir derzeit ein Rätsel ist.

    Kann ich sehr gut nachvollziehen - wie kk145 schon angesprochen hat, hat vielleicht ein anderer Fahrlehrer, zu dem du wechseln könntest, eine gute Idee. Deine Fahrlehrerin meinte ja schon, dass sie dir nicht mehr weiterhelfen könne, wobei die bei dir zu beobachtende Problematik meiner Meinung nach jetzt nichts Außergewöhnliches darstellt. In meinen Augen ist das frühzeitige Erkennen von Schildern und Situationen und das damit verbundene frühzeitige Orientieren das A & O beim Autofahren. Weiter unten möchte ich dir ein paar Möglichkeiten aufzeigen, was du aus meiner Sicht unternehmen kannst, um das Problem anzugehen.


    >Jetzt zu Balt86's Post:
    >
    >
    >1. Mehr oder weniger. Es gibt manchmal Situationen, in denen mich meine Fahrlehrerin aufmerksam macht, was es zu beachten gilt.
    >Es kommt auch vor, dass ich oft nicht weiß, wie schnell ich nun genau fahren darf, weil ich kein Schild o.ä. gesehen habe oder es übersehen haben könnte. Meist muss man sich zum Glück in der Stadt nur zwischen 30 und 50 entscheiden und die Geschwindigkeit situationsgerecht drosseln.
    >Noch ein interessanter Fakt ist, dass wir mal im Theorieunterricht in einem Video zählen sollten, wie viele Schilder wir finden. Es waren 46 und ich habe nur 20 gezählt. o.O
    >Wenigstens gab es noch andere, die nicht genau hingeschaut haben, sodass es nicht ganz so peinlich war.
    >
    >
    >2. Wenn ich reagiere und dabei etwas falsch mache, dann habe ich oft das Gefühl, etwas zu früh oder auch zu spät zu tun und ich zögere die Reaktion künstlich oder durch meine lange Überlegung hinaus, bis es eben halt schon oft sehr knapp wird. Auch beim seitwärts einparken kann ich vergleichsweise schlecht einschätzen, wann nun der Punkt kommt, wo ich rechts einlenken soll und unter welchem Winkel ich nach links umschlagen muss. Trotz Erklärungen.
    >Wirkliche Überraschungen kamen schon vor, sind a

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